Die drei von der Stromtankstelle auf dem Edeka-Parkplatz in Zahna (v.l.): Holger Habedank, selbständiger Kaufmann in der Edeka-Gruppe, Hans-Joachim Herrmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Wittenberg, und Peter Müller, Bürgermeister der Stadt Zahna-Elster, der den umweltfreundlichen Energiespender symbolisch in Betrieb nahm. Foto: Wolfgang Marchewka

Die drei von der Stromtankstelle auf dem Edeka-Parkplatz in Zahna (v.l.): Holger Habedank, selbständiger Kaufmann in der Edeka-Gruppe, Hans-Joachim Herrmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Wittenberg, und Peter Müller, Bürgermeister der Stadt Zahna-Elster, der den umweltfreundlichen Energiespender symbolisch in Betrieb nahm.
Foto: Wolfgang Marchewka

26.11.2017

Stadtwerke wollen die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ausbauen

Die E-Mobilität nach vorne bringen

Zahna (wm). Die Stadtwerke Wittenberg setzen ihr Engagement für die umweltfreundlichen Energien weiter fort, selbst wenn mit der Elektromobilität in absehbarer Zeit keine Kostendeckung erreicht werden kann: In der vergangenen Woche ist die von den Stadtwerken finanzierte Elektrotankstelle auf dem Parkplatz des Edeka-Habedank-Marktes an der Westendstraße offiziell in Betrieb genommen worden. Symbolischer Stromtanker war Bürgermeister Peter Müller. 

Stadtwerke-Chef Joachim Herrmann ließ während dieses Termins keinen Zweifel daran, dass beim Thema Elektrofahrzeuge die Wirklichkeit der veröffentlichten Ideologie meilenweit hinterherhinke, zu offensichtlich seien derzeit aus Sicht von Familien noch die Nachteile von Pkw mit Elektroantrieb: zu hohe Anschaffungspreise, geringe Reichweite, lange Ladedauer bei schlechter Ladeinfrastruktur. Folge: Die Zahl der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge mit Elektroantrieb liege im niedrigen Promillebereich. 

Die Stadtwerke selbst bevorzugen für ihre umweltfreundliche Fahrzeugflotte Erdgas: „Eine ausgereifte Technik, ökologisch dem Elektroantrieb mindestens gleichwertig bei einem Bruchteil der Kosten.“

Dennoch wollen die Stadtwerke mithelfen, die Elektromobilität voran zu bringen, denn zumindest im innerstädtischen Verkehr würden sich eines Tages Fahrzeuge mit Elektroantrieb durchsetzen. Nachdem die Stadtwerke im Wittenberger Kerngebiet bereits vier Stromtankstellen mit acht Ladepunkten betreiben, ist geplant, innerhalb der kommenden zwei Jahre die E-Ladeinfrastruktur auch im Landkreis voranzutreiben. Der Edeka-Habedank-Parkplatz sei dafür ein sinnvolles Beispiel, weil die Autofahrer Einkauf und Auftanken miteinander verbinden können. 

Diesen Vorteil sieht auch Edeka-Kaufmann Holger Habedank, der Dank des Engagements der Stadtwerke für den Standort Zahna „den Mitbewerbern wieder einen Schritt voraus“ und für die Zukunft gut aufgestellt ist, frei nach dem Motto: „Lieber vorneweg marschieren, als hinterherhinken.“ Habedank selbst hatte bereits vor gut einem Jahr seinem Motto Taten folgen lassen und auf dem Parkplatz seines neuen Edeka-Marktes in Bad Schmiedeberg eine Stromtankstelle auf eigene Kosten bauen lassen. 

Bürgermeister Peter Müller sieht im Elektrofahrzeug derzeit ein Auto für nahe Distanzen und für dienstliche Zwecke. Deshalb sei für das Rathaus in Elster eine Ladesäule in der Planung. 

Die Autofahrer, die bereits heute mit einem E-Mobil unterwegs sind, können sich freuen: Die Stadtwerke Wittenberg liefern die Energie für die Stromtankstellen kostenlos – das Schreiben von Rechnungen lohnt sich betriebswirtschaftlich nicht.




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