Prof. Klaus Götz nutzte die Bürgerfragestunde im Stadtrat, um seine Idee „Unternehmer helfen behinderten Menschen und Kindern“ vorzustellen. Foto: Wolfgang Gorsboth

Prof. Klaus Götz nutzte die Bürgerfragestunde im Stadtrat, um seine Idee „Unternehmer helfen behinderten Menschen und Kindern“ vorzustellen. Foto: Wolfgang Gorsboth

26.11.2017

Prof. Götz stellte sein Projekt in der Bürgerfragestunde vor

Unternehmer helfen: Stadtrat unterstützt ungewöhnliche Idee

Wittenberg (wg). Prof. Klaus Götz nutzte die Bürgerfragestunde im Stadtrat, um für seine ungewöhnliche Idee zu werben: „Unternehmer helfen behinderten Menschen und Kindern“. Götz, der seit neun Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist, sucht Mitstreiter aus der Wirtschaft, um Gehwege, die in einem schlechten Zustand sind, zu sanieren, ohne dass das zur Zeit sehr leere Stadtsäckel belastet wird. 

„Die Stadt hat in der Vergangenheit eine Vielzahl von behindertenfreundlichen Maßnahmen realisiert, dafür bin ich insbesondere dem zuständigen Fachbereich Öffentliches Bauen sehr dankbar“, so Götz. Jetzt aber habe die Stadt mit erheblichen Haushaltsdefiziten zu kämpfen, da müsse man über Alternativen nachdenken. 

Götz wohnt an der Stadthalle, dort haben weitere rund 450 Menschen ihr Domizil, mehr als 60 Prozent sind auf Gehhilfen, Rollatoren oder Rollstühle angewiesen. Die Fußwege zum Beispiel in Richtung Spielplatz und Kita Falkstraße oder in Richtung Bastion/Integrative Kita sind sehr schlecht, Stolperfallen vor allem für Menschen, die in ihrer Mobilität beschränkt sind. 

Prof. Götz hatte seine Idee bereits Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) vorgestellt (der Wittenberger Sonntag berichtete), der von dem Projekt angenehm überrascht ist und auch die Wiwog, der die Häuser an der Stadthalle gehören, unterstützt die Idee. Götz hat die Idee inzwischen auch Margot Käßmann, Reformationsbotschafterin der EKD und Superintendent Christian Beuchel vorgestellt, die ebenfalls ihre Bereitschaft erklärten, diese ungewöhnliche, auf bürgerschaftliches Engagement abzielende Idee, zu unterstützen. 

Auch im Stadtrat gab es breite Zustimmung: Alle demokratischen Parteien haben Prof. Götz eingeladen, seine Idee ausführlich in den Fraktionen vorzustellen, Stadtratsvorsitzende Franziska Buse sicherte zu, dass das Projekt „Unternehmer helfen behinderten Menschen und Kindern“ im Ältestenrat behandelt werde. 

Lediglich von Heiner-Friedrich List (Allianz der Bürger) gab es Kritik. Es sei Aufgabe der Stadt, behinderten Menschen zu helfen, Wittenbergs Firmen würden ums nackte Überleben kämpfen, auch, weil die Stadt gerade erst die Gewerbesteuer erhöht habe: „Kaum eine Firma in Wittenberg wird bereit sein, Geld für die Pflichten des Staates auszugeben.“ 

Mit seiner Meinung blieb List im Stadtrat isoliert.




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