17.11.2017

Wittenberger Sonntag liest das Westfalen-Blatt

Vorsorgeuntersuchung: Da ist zu viel Emotion im Spiel

Bielefeld (ots) - Wäre es nicht ganz schön blöd, an Darmkrebs zu sterben, nur weil man die kostenlose Vorsorgeuntersuchung nicht genutzt hat? Trotzdem sind Früherkennungsuntersuchungen für immer weniger Menschen ein Thema, wie die aktuelle Forsa-Umfrage zeigt.

Wenn es etwas umsonst gibt, schreien viele »Hier!« Nur nicht bei der Vorsorge. Ist es Bequemlichkeit? Die Angst vor der Untersuchung? Oder vor einer Diagnose? Und warum bringen Männer ihr Auto zur Inspektion, während sie ihrem Körper den Check-Up verweigern? 

Zur Vorsorgeuntersuchung gehen oder nicht - das ist offenbar keine Frage, der man sich mit Logik und klarem Menschenverstand nähern kann. Da ist zu viel Emotion im Spiel, zu viel unerklärbares Unbehagen. Und trotzdem sei hier noch einmal der Versuch unternommen, eine Lanze für den Arztbesuch zu brechen. Was gibt es zu verlieren? Zu gewinnen gibt es im besten Fall ein paar Lebensjahrzehnte - wenn etwa bei der Darmspiegelung ungefährliche Polypen entfernt werden, die zu tödlichem Krebs mutieren können.




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