Landrat Jürgen Dannenberg (Linke) will mit weiteren Partnern die Gründerkultur im Kreis Wittenberg stärken. Foto: Archiv / Wolfgang Marchewka

Landrat Jürgen Dannenberg (Linke) will mit weiteren Partnern die Gründerkultur im Kreis Wittenberg stärken. Foto: Archiv / Wolfgang Marchewka

11.11.2017

Gründerwoche im Landkreis Wittenberg mit sieben Partnern

Karriere als Unternehmer machen?

Wittenberg (wg). Obwohl kleine und mittlere Unternehmen eine herausragende Rolle für den Wirtschaftstandort Deutschland spielen, ist die berufliche Selbständigkeit für viele Menschen keine selbstverständliche Alternative. Das soll durch die deutschlandweite Gründerwoche geändert werden, der Landkreis Wittenberg ist vom 13. bis 17. November dabei.

„Die ersten zwei bis drei Jahre sind die schwersten“, erklärt Landrat Jürgen Dannenberg (Linke). Um Gründungskultur und Gründungsklima mit zusätzlichen Impulsen zu stärken, beteiligen sich der Kreis sowie sieben weitere Partner. Damit bietet die Gründerwoche Interessierten die Möglichkeit, schnell und ohne Umwege mit regionalen Ansprechpartnern in Kontakt zu kommen. 

Zu den Zielgruppen gehören nicht nur Existenzgründer, sondern auch Jungunternehmer (bis fünf Jahre nach Gründung) sowie jene, die im Rahmen der Nachfolge einen Betrieb übernehmen wollen, insbesondere im Handwerk. Am Montag, dem 13. November gibt des von 13 bis 17 Uhr ein Gründer- und Nachfolgeforum in der Kassenhalle der Sparkasse, das ohne Anmeldung besucht werden kann. Ehemalige Existenzgründer stellen ihre Unternehmen vor und beantworten Fragen.

Der Gründungserfolg hängt wesentlich von der richtigen Idee ab, mangelnde Vorbereitung kann aber auch eine gute Idee zum Scheitern bringen. Um Chancen und Risiken richtig abzuwägen, bedarf es eines soliden Businessplans. Angelika Schürhoff und das Team von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Anhalt-Bitterfeld, Dessau, Wittenberg, bieten deshalb in individuellen Gesprächen einen Businesplan-Check sowie Informationen über Qualifizierung und Fördermöglichkeiten an. „Wir sind Erstansprechpartner für Existenzgründer“, erklärt Schürhoff. Der Businessplan sei für viele ein Buch mit sieben Siegeln, aber unerlässlich, um zu wissen, wie hoch der Kapitalbedarf ist, sich die Marktsituation darstellt, welche Umsätze, Kosten und Gewinne zu erwarten sind. Ganz wichtig sei es, dass die Kosten für die soziale Absicherung (Rente, Krankenkasse) mitberücksichtigt würden. 

Um organisatorisch-rechtliche Fragen kümmert sich das Finanzamt Wittenberg. „Bei der Umsatzsteuer lauern einige Fallstricke“ erläutert der Vorsteher des Finanzamtes, Jesko Gehlhaar. Man gebe Tipps, gehe die Bögen durch und beantworte Fragen. Viele Unternehmer seien durch die Arbeit so belastet, dass Unterlagen zu spät bzw. falsch ausgefüllt abgegeben würden. „Wir sind keineswegs so schlimm wie unser Ruf, denn wir wollen, dass alles gesetzeskonform über die Bühne geht.“ Im Raum 302 des Finanzamtes beraten Mitarbeiter über Unternehmensgründung, Umsatzsteuer und Elster, dazu gibt es am 14. November von 16 bis 18 Uhr auch einen Vortrag. 

In Sachen Ideenfindung und Marketing berät NetworkOffice Wittenberg GbR, die sich schon viele Jahre an der Gründerwoche beteiligt. „In diesem Jahr setzen wir vor allem auf Existenzgründungen im Einzelhandel mit dem Ziel, den Leerstand in der Innenstadt zu reduzieren“, erläutert Hans Schubert. „Wir haben eine aktuelle Branchenübersicht erstellt und können Interessierten sagen, wo noch Bedarfe sind, Wittenberg bietet Existenzgründern auf jeden Fall gute Perspektiven.“ Ein weiterer Partner ist das Integra-Institut für Organisationsberatung e.V. Dessau, das in der Beratung von Existenzgründern einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt und über die ersten Schritte zum erfolgreichen Unternehmen informiert und praktische Tipps gibt. Die IHK Halle-Dessau ist ebenso dabei wie das Beraterhaus Wittenberg, hier erhalten Gründer alle Dienstleistungen aus einer Hand, unter anderem auch Infos über den Unterschied zwischen Gewerbe und freien Berufen. 

Hintergrund: 

Die Gründerwoche in Deutschland ist Teil der internationalen Global Entrepreneurship Week. Ziel ist es, innovative und kreative Ideen umzusetzen, mehr über Selbständigkeit zu erfahren oder auch ein Start-up zu gründen. Unter dem Dach der Gründerwoche vereinen sich in Deutschland mehr als 1.300 Partner, die Federführung liegt beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. 

Hinweis:

Das komplette Programm mit den Veranstaltungsorten und –zeiten steht im Internet unter www.wirtschaftsfoerderung-wittenberg.de. Für Rückfragen, Auskünfte und Anmeldungen steht Angelika Schürhoff von der WFG unter Tel.: 03491/462 254, E-Mail: zur Verfügung. Alle Veranstaltungsangebote sind kostenfrei. 

Auch über die Gründerwoche hinaus wird Gründungswilligen ein regelmäßiges Informationsangebot ermöglicht: Ab dem 23. November gibt es jeden Donnerstag einen „Gründertag“ in Wittenberg, an dem jeweils ein Partner der Gründer- und Nachfolgeinitiative des Landkreises Wittenberg für individuelle Gespräche zur Verfügung steht.




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