OB Torsten Zugehör übergab den Schlüssel der Macht an GWK-Präsident Michael Fredersdorf. Foto: Wolfgang Gorsboth

OB Torsten Zugehör übergab den Schlüssel der Macht an GWK-Präsident Michael Fredersdorf. Foto: Wolfgang Gorsboth

11.11.2017

OB Zugehör übergab Schlüssel an die 1. GWK

Die Narren sind an der Macht

Wittenberg (wg). Mit einem dreifach donnernden „LuWi-Helau“ übernahm eine Abordnung der 1. Großen Wittenberger Karnevalsgesellschaft 1991 e.V.(GWK) am 11.11., punkt 11.11 Uhr, vor dem Alten Rathaus symbolisch die Macht, als Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) den großen Schlüssel an GWK-Präsident Michael Fredersdorf übergab.

„Wir haben ein erfolgreiches Jahr hinter uns“, sagte der OB mit Blick auf das Reformationsjubiläum. Alle Nörgler, Skeptiker und Besserwisser, die dem Luther-Jahr eher ablehnend gegenüber gestanden hätten, müssten nun auch noch verkraften, dass die Karnevalssaison ausgerechnet an einem „Martins“-Tag eröffnet werde.

„Wir haben als Verwaltung gar nicht so schlecht bis heute gearbeitet“, sagte der OB selbstbewusst, „immerhin haben wir das Haushaltsdefizit von 16 Millionen Euro zu Beginn auf jetzt sieben Millionen Euro reduziert. Wir sind pleite auf hohem Niveau.“ An die Karnevalisten richtete das Stadtoberhaupt die Bitte, das restliche Defizit bis Aschermittwoch auszugleichen: „Damit macht ihr alle glücklich, auch die Kommunalaufsicht!“ 

Die Mitglieder der GWK sind längst daran gewöhnt, in der fünften Jahreszeit eine leere Stadtkasse verwalten zu müssen und gaben sie stets gut gefüllt mit Süßigkeiten zurück. „Schokoladenkugeln sind leider keine Währung“, bedauerte Zugehör. In diesem Jahr hat sich die GWK eine besondere Aktion einfallen lassen und will mit einem Schwarzgeldschwein Geld fürs leere Stadtsäckel sammeln.

„Die Arbeit für den Karneval beginnt nicht erst am 11. November und sie endet auch nicht am Aschermittwoch“, betonte der OB und lobte insbesondere die Nachwuchsarbeit der Karnevalisten, die überdies als „Wittenberger Bürgerwehr und Klatschweiber“ das ganze Jahr über aktiv sind. 

In diesem Jahr ist die GWK zudem mit dem Trebitzer Carneval Verein 1953 e.V. (TCV) Gastgeber des Präsidententreffens, das vom 1. bis 3. Dezember unter der Schirmherrschaft von OB Zugehör in der Lutherstadt stattfindet. „Das ist der Grund dafür, dass wir in diesem Jahr auf ein eigenes Prinzenpaar verzichten, weil die Trebitzer eines haben und eine Feier mit zwei Paaren keinen Sinn macht“, erklärt GWK-Präsident Fredersdorf im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag. 

Rund 340 Gäste werden erwartet: „Wir sind voll ausgebucht“, freut sich Fredersdorf. 68 Vereine aus ganz Sachsen-Anhalt werden zu diesem Treffen erwartet, das am 1. Dezember mit einem Klönsabend in der Exerzierhalle startet. 

Heute Abend ist die 1. GWK zu Gast beim Reinsdorfer Carnevals Club im Gesundbrunnen: „Wir sind diesmal nur Zuschauer und werden das richtig genießen“, so Fredersdorf.




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