Bild: Stolperstein im Berliner Hansaviertel zur Erinnerung an Clara Grunwald. Foto: Friedensbibliothek-Antikriegsmuseum Berlin

Bild: Stolperstein im Berliner Hansaviertel zur Erinnerung an Clara Grunwald.
Foto: Friedensbibliothek-Antikriegsmuseum Berlin

11.11.2017

... und trotzdem ja zum Leben sagen

Ausstellung über das Leben der Clara Grunwald

Bad Schmiedeberg (WiSo). Bis zum 31. November zeigt die Evangelische Kirche in Bad Schmiedeberg die Ausstellung „… und trotzdem ja zum Leben sagen.“ Im Mittelpunkt steht die Begründerin der Montessori-Pädagogik in Deutschland, Clara Grunwald, die 1943 deportiert und im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. 

Grunwald, 1877 in Rheydt als Tocher eines jüdischen Kaufmanns geboren, zog noch als Kind mit ihren Eltern nach Berlin. Begeistert von der Idee einer neuen Erziehung führte sie in den 1920er Jahren die Montessori-Pädagogik an mehreren Berliner Schulen ein, gründete Kinderhäuser und arbeitete überregional als Initiatorin, Ausbilderin und Beraterin für die Montessori-Methode. Sie begründete die deutsche Montessori-Gesellschaft. 

Im Ansatz der italienischen Ärztin Montessori sah sie die Lösung für die sozialpolitischen Probleme und die Grundlage für eine neue Gestaltung des öffentlichen Erziehungswesens. 

Wegen ihrer jüdischen Herkunft wurde sie 1933 aus dem Schuldienst entlassen und bekam Berufsverbot. Auch die Montessori-Methode durfte nicht weiter verbreitet werden. Clara Grunwald arbeitete im Untergrund weiter, organisierte die Ausreise von Juden, unterrichtete privat - bis sie 1943 deportiert wurde. 

Die Ausstellung ist von der Friedensbibliothek-Antikriegsmuseum der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zur Verfügung gestellt worden.

Die Öffnungszeiten: täglich außer montags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr, oder nach vorheriger Anmeldung unter Telefon 034925-70282 oder -70370. Der Eintritt ist frei, zur Deckung der Kosten wird um eine Spende gebeten.




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