Thomas Höhne, künstlerischer Leiter des Wittenberger Renaissance Musikfestivals, freut sich über einen neuen Besucherrekord. Foto: Stiftung Luthergedenkstätten

Thomas Höhne, künstlerischer Leiter des Wittenberger Renaissance Musikfestivals, freut sich über einen neuen Besucherrekord. Foto: Stiftung Luthergedenkstätten

11.11.2017

2018 geht es weiter: Thema ist der Dreißigjährige Krieg

Besucherrekord für das Renaissance Musikfestival

Wittenberg (wg). Mit einem Besucherrekord in der Wittenberger Schlosskirche ist das 12. Renaissance Musikfestival zu Ende gegangen. Das Leipziger Barockorchester und das Vokalensemble Valparaiso University Chorale (USA) setzten im gemeinsamen Konzert einen letzten musikalischen Höhepunkt. 

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen die Veranstalter eine Steigerung der Besucherzahl um 33 Prozent. „Für das Festival ist das ein enormer Erfolg“, erklärt Thomas Höhne, künstlerischer Leiter des Wittenberger Renaissance Musikfestivals im Gespräch mit der Redaktion des Wittenberger Sonntag. „Die Konzerte in den kleineren Spielstätten waren allesamt ausverkauft und Kapazitäten mussten aufgestockt werden.“ Selbst die Schloss- und Stadtkirche seien sehr gut besucht gewesen und auch bei den Anmeldungen zu den Instrumental- und Tanzworkshops hätten nicht alle Interessierten berücksichtigt werden können. 

Unter dem Motto „Vater der Lieder - Martin Luther und die Musik“ fanden in der Wittenberger Altstadt vom 20. Oktober bis zum 5. November insgesamt 15 Konzerte, elf Kurse für Instrumentalspiel und Tanz, ein historischer Tanzball sowie eine Instrumentenausstellung statt. Zu den Künstlern des Festivals gehörten das renommierte Calmus Ensemble, die Sänger von VocaMe, der Kinderchor der Oper Leipzig, die Sopranistin Julla von Landsberg, die vielfach ausgezeichnete Lautten Compagney Berlin sowie die gefeierten Lauten-Solisten Rolf Lislevand und Christoph Sommer.

Zum ersten Mal präsentierte das Festival mit großem Erfolg Jahr gleich zwei - ausverkaufte - Musiktheaterproduktionen, die beide unter Beteiligung vieler junger Nachwuchsmusiker aus den Reihen des Kinderchores der Oper Leipzig, der Jugendmusiziergruppe Michael Praetorius Leipzig und des Praetorius Consorts Wittenberg realisiert wurden. Laut Festivalleiter Höhne waren es circa 350 Kinder und Jugendliche, die im Rahmen des Festivalprogramms auf der Bühne standen, sangen und musizierten. 

Besuchten im vergangenen Jahr noch knapp 2.600 Interessierte die Veranstaltungen des Festivals, so zählte man in diesem Jahr 3.500 Besucher. Dabei entfallen etwa 500 Besucher auf die historische Instrumentenausstellung, die am zweiten Festivalwochenende im Alten Rathaus zu besichtigen war. 

Die Workshopreihe des Festivals wurde von insgesamt 140 Teilnehmern besucht, die aus ganz Deutschland, aber auch aus Belgien, Österreich und den Niederlanden nach Wittenberg anreisten und hier Tage voller Musik verbrachten. „Zum ersten Mal in der Geschichte des Festivals waren alle Workshops schon im Vorfeld ausgebucht, obwohl wir noch nie so viele Kurse angeboten hatten“, sagt Höhne. Während man vormittags innerhalb seines Kurses lernte und spielte, traf man sich nachmittags kursübergreifend zum gemeinsamen Musizieren und am Abend bestand die Möglichkeit, auch die Konzerte des Festivals zu besuchen. 

„Diese Dichte an Kulturgenuss inmitten einer besonderen historisch-architektonischen Umgebung, eben am Ursprungsort der evangelischen Kirchenmusik, ist schon etwas Besonderes und absolut einzigartig in Europa“ resümiert Thomas Höhne. Somit sei es nur schlüssig, gerade in Wittenberg einen Fokus auf die Musik des 15. und 16. Jahrhunderts zu legen und die Epoche der Renaissance mit vielfältigen Veranstaltungen zu feiern. 

In diesem Sinne sind die Veranstalter optimistisch, dass sich die Erfolgsgeschichte des Festivals auch im nächsten Jahr fortsetzt, wenn über die finanzielle Förderung nach Ablauf der Lutherdekade neu entschieden wird. Zumindest die Lutherstadt bekennt sich zur Fortsetzung der Förderung in Höhe von 25.000 Euro jährlich und auch die bewährte Kooperation mit dem Verein Wittenberg-Kultur sowie der Wittenberg Marketing GmbH soll fortgesetzt werden.

Das Thema für 2018 steht auch bereits fest: „Verleih uns Frieden gnädiglich“, diese geistliche Liedstrophe, die Martin Luther 1529 verfasste, weist auf den Dreißigjährigen Krieg hin, der vor 400 Jahren begann.




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