MGH-Leiter Markus Schuliers (links) hat auch originelle Ideen auf Lager. Wer im Mehr-Generationen-Haus mitmachen möchte, ist stets willkommen. Foto: MGH

MGH-Leiter Markus Schuliers (links) hat auch originelle Ideen auf Lager. Wer im Mehr-Generationen-Haus mitmachen möchte, ist stets willkommen. Foto: MGH

04.11.2017

Der Treffpunkt für alle ist gut in Stadt und Kreis vernetzt

Das Mehr-Generationen-Haus möchte neue Mitstreiter gewinnen

Wittenberg (wg). Das Mehr-Generationen-Haus in der Sternstraße lädt ein zu einem Tag der offenen Tür – am Sonntag, dem 5. November von 14 bis 18 Uhr wird auch ein Herbstbasar geboten. „Wir wollen damit neue Leute mit neuen Ideen gewinnen und freuen uns auf viele Impulse“, erklärt MGH-Leiter Markus Schuliers. 

Das MGH ist ein Treffpunkt für Menschen jeden Alters, hier wird das Miteinander der Generationen belebt und gelebt. Das MGH arbeitet auch mit dem Verein Salam zusammen, der sich für die Integration der Neuankömmlinge in die demokratische Gesellschaft und die Vermittlung zwischen den Kulturen einsetzt. „Wir sind ein fester Bestandteil des Vereinslebens und gut vernetzt“, betont Schuliers. 

Harold & Maude 

Eröffnet wurde das MGH im August 2009, gefördert vom Bundesfamilienministerium mit einem Aktionsprogramm, das bis zum 31. Dezember 2020 gesichert ist, Kofinanzierungen leisten Stadt und Kreis. Das Haus heißt „Harold & Maude“, wobei der gleichnamige Film Pate stand. Der offene Treff ist ein einladender Ort, die Menschen haben die Möglichkeit, gemeinsam ihre Freizeit zu gestalten und voneinander zu lernen. 

Die Damen von Ritas Näh- und Strickstübchen bereiten derzeit den Herbstbasar vor, sie werden eine große Auswahl an handgemachten Stricksachen zum Verkauf anbieten und Tipps rund um die Handarbeit geben. Das „Strickstübchen“ gehört zu den Gruppen, die von Anfang an dabei waren, Treffpunkt ist jeden Mittwoch um 16 Uhr, auch Kinder sind willkommen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Gestrickt wird alles, was Spaß macht – von Socken bis zu Mützen. 

Sprachwerkstatt 

„Mit Schließung des Kulturbundes haben auch dort organisierte Gruppen wie die Ornithologen bei uns ein neues Domizil gefunden“, berichtet MGH-Projektleiterin Martina Matussek. Sowohl die Theater- und Sprachwerkstatt für Menschen mit Migrationshintergrund als auch die Sprachwerkstatt für Flüchtlinge werden fortgeführt und unter dem Motto „Yallah, Yallah“ gibt es spezielle Freizeitangebote für Flüchtlingskinder. „Wir bereiten gezielt auf Sprachprüfungen vor“, so Matussek. 

Weitere Angebote sind die „Kochinsel der Generationen“, Schülernachhilfe, die Spielenacht und „Stadtkater-Conrad auf Tour“, eine speziell auf Kinder zugeschnittene Stadtführung. Überdies bietet das MGH Hilfen in allen Lebenslagen, insbesondere auch für Menschen mit Migrationshintergrund und für Arabisch sprechende Flüchtlinge – hier wird um eine Terminvereinbarung unter Tel.: 03491/45 47 997 gebeten.

Theaterjugendclub 

Im nächsten Jahr feiert das MGH sein zehnjähriges Bestehen und der Theaterjugendclub (TJC) als Trägerverein blickt auf 20 Jahre zurück, beides soll ganz groß im September gefeiert werden. Für 2018 plant Schuliers eine Veranstaltungsreihe zum Dreißigjährigen Krieg, der 1618 ausbrach, unter anderem mit einem Theaterstück, Konzerten und Lesungen. 

Das Programm 

Beim Tag der offenen Tür gibt es ein buntes Kulturprogramm mit Musik, unter anderem präsentiert sich der MGH-Chor „deutsch-russische Krähen“ und Markus Schuliers bietet mit Kristina Mittag Loriot-Sketche. Ein Bastelstand, TJC-Basar, Info-Stand, Kinderschminken und vieles mehr runden das Nachmittags-Programm ab, für das leibliche Wohl sorgen hausgebackener Kuchen sowie warme und kalte Getränke.

Campus 

Die Reihe „Akademie Campus“ wird am 16. November um 19 Uhr im MGH fortgesetzt, die Diskussionsrunde mit Edgar Wichmann, Erna Nepke und Dr. Volker Werner widmet sich dem Thema „Oktoberrevolution und was nun?!“




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