Bild: Karin von Welck, Vorstand des „Freundeskreises Luther“, dessen Vorsitzender, der Unternehmer August Oetker, Hanna Kasparick, Direktorin des Evangelischen Predigerseminars und Landesbischöfin Ilse Junkermann enthüllen die Spendentafel. Foto: Wolfgang Gorsboth

Bild: Karin von Welck, Vorstand des „Freundeskreises Luther“, dessen Vorsitzender, der Unternehmer August Oetker, Hanna Kasparick, Direktorin des Evangelischen Predigerseminars und Landesbischöfin Ilse Junkermann enthüllen die Spendentafel. Foto: Wolfgang Gorsboth

03.11.2017

Zur Erinnerung Spendentafel im Schloss-Ensemble enthüllt

Der „Freundeskreis Luther“ sammelte eine Millionen Euro

Wittenberg (wg). „Die Schlosskirche und das Schloss-Ensemble erstrahlen zum Abschluss des Reformationsjubiläums in neuem, beeindruckenden Glanz“, erklärte August Oetker, Vorsitzender des „Freundeskreises Luther“ am Freitagnachmittag aus Anlass der Enthüllung der Spendentafel im Schloss. Die Wiege des protestantischen Glaubens habe einen behutsamen Relaunch erfahren. 

Der „Freundeskreis Luther“ habe sich dem Erbe Martin Luthers verschrieben, um Staat und Kirche in ihren Bemühungen zu unterstützen. Es sei wichtig, dass die Zivilgesellschaft ihren Beitrag zum Gelingen des Reformationsjubiläums beigetragen habe. „Möge die Schlosskirche stille Einkehr, bewegendes Glaubensbekenntnis und frohe Verkündigung ermöglichen“, sagte Oetker. 

Der Unternehmer gehört zu den 27 namhaften Persönlichkeiten der Bundesrepublik, die am Reformationstag 2009 auf Initiative des damaligen Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer (CDU) den „Freundeskreis Luther“ gegründet hatten. Unter dem Motto „Gemeinsam erneuern“ wurden insgesamt eine Millionen Euro Spenden zusammengetragen. 

Mit den finanziellen Mitteln konnten die historisierenden Buntglasfenster der Schlosskirche, die 1891/92 im Königlichen Glasmalerei-Institut Berlin geschaffen wurden, rekonstruiert werden. Auf den Fenstern befinden sich die Wappen der 198 Städte des damaligen Heiligen Römischen Reiches, die sich zur Reformation bekannten. 

Teile der Fenster waren im Zweiten Weltkrieg zerstört worden, andere zu DDR-Zeiten ausgebaut und durch Klarglasscheiben ersetzt. Das seitdem ungehindert eindringende Licht überstrahlte die künstlerisch wertvollen Ausstattungsstücke und beraubte sie ihrer raumbildenden Wirkung. 

Außerdem wurden die Gemälde Luthers und Melanchthons durch Uwe Rähmer restauriert, dabei handelt es sich um Kopien des Wittenberger Bürgermeisters und Malers Johann Paul Keil nach den 1760 beim Brand der Schlosskirche zerstörten Originalen von Cranach d.J. Zwei spätgotische Skulpturen, die zu den ältesten erhaltenen Ausstellungsstücken der Schlosskirche gehören, konnten wieder aufgestellt werden. 

Dass Schloss und Schlosskirche mit einer neuen, durch den Berliner Künstler Marco Flierl gestalteten Tür verbunden werden konnten, verdankt sich ebenfalls dem „Freundeskreis Luther“. Diese Tür, so Oetker, zeige als Symbol der Hoffnung einen Symbol der Hoffnung, der das Wachsen und Werden der Reformation vergegenwärtige, die von Wittenberg in die Welt hinausging. 

Die ebenfalls von Marco Flierl gestaltete Spendentafel nennt namentlich die Vorstandsmitglieder vom „Freundeskreis Luther“ sowie alle Spender mit einem Betrag ab 10.000 Euro. Am Abend besucht der Freundeskreis die Nationale Sonderausstellung im Augusteum.




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