Minister Rainer Robra, Direktor Stefan Rhein und Luthers Hund Tölpel bei der Abschlusspressekonferenz im Augusteum. Foto: Wolfgang Gorsboth

Minister Rainer Robra, Direktor Stefan Rhein und Luthers Hund Tölpel bei der Abschlusspressekonferenz im Augusteum. Foto: Wolfgang Gorsboth

03.11.2017

Rainer Robra zu 95 Schätze–95 Menschen: Außergewöhnlich erfolgreich

Ministerlob für die Nationale Sonderausstellung im Augusteum

Wittenberg (wg). Am Sonntag, dem 5. November, schließen sich um 18 Uhr im Augusteum die Türen der Nationalen Sonderausstellung „Luther! 95 Schätze – 95 Menschen“. Die Exposition ist von 265.436 Gästen besucht worden, 36,5 Prozent stammten aus dem Ausland. Rainer Robra (CDU), Chef der Staatskanzlei, Kulturminister und Vorsitzender der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, bezeichnete diese Ausstellung nicht nur als „außergewöhnlich erfolgreich“, sondern sie sei im Vergleich zu den Nationalen Sonderaustellungen in Berlin und der Wartburg die „anregendste“ gewesen. 

Zuvor hatte Robra auf der Abschluss-Pressekonferenz im Augusteum auf die mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) abgeschlossene Rahmenvereinbarung verwiesen, „mit der die über Jahrhunderte gewachsenen Strukturen in Wittenberg grundlegend sortiert und neu ausgerichtet wurden.“ Das Augusteum wechselte in den Besitz der Stiftung Luthergedenkstätten, das zuvor dort beheimate Predigerseminar bekam den Neubau am Schloss, während die Schlosskirche in das Eigentum der EKD überging. 

„Wir haben damit in Wittenberg für die Ausbildung des kirchlichen Nachwuchses und für die Pflege des Luthererbes sehr gute Voraussetzungen geschaffen“, betonte Robra. 

Die Rahmenvereinbarung mit der EKD habe entscheidend dazu beigetragen, dass das Wittenberg des Jahres 2017 eine andere Stadt mit enormer Ausstrahlung geworden sei, erklärte auch Stefan Rhein, Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten. Die Nationale Sonderausstellung in Wittenberg sei angesichts von rund 150 Luther-Ausstellungen in Deutschland eine besondere Herausforderung gewesen. Die am 12. Mai im Augusteum eröffnete Sonderschau zeigte 319 Exponate aus aller Welt.

Mit den „95 Schätzen“ folgten die Kuratoren (Catherine Nichols, Katja Schneider, Benjamin Hasselhorn, Mirko Gutjahr) der Spur des jungen Luther und zeichneten seien Weg zur Reformation nach. „Man versteht diesen Weg nur im Kontext der damaligen Zeit, die von Frömmigkeit, Höllenangst und Weltuntergangsstimmung geprägt war“, so Rhein. 

Mit den „95 Menschen“ wurden Personen präsentiert, deren Handeln durch Leben und Werk Luthers beeinflusst wurden.  „Wir wollten nicht mit Luther aufhören, sondern auch seine Wirkungen bis in die Gegenwart zeigen“, sagte Rhein, „dieser Teil der Ausstellung bot den Besuchern viel Reibungsfläche, verbunden mit intensiven Diskussionen.“

Zu den Höhepunkten gehörten  am 3. August die Ankunft des Original-Testaments von Martin Luther aus Budapest in Wittenberg nach 500 Jahren sowie der Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und des Diplomatischen Korps, die engagiert und sachkundig von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) geführt wurden. 

Am 27. Oktober konnte mit Kakule Modo aus der Demokratischen Republik Kongo der 200.000ste Besucher begrüßt werden. Darüber hinaus nahmen 34.314 Besucher am umfangreichen Begleitprogramm teil. Zum eigentlichen Held avancierte Luthers Hund Tölpel, der durch die interaktive Mitmachausstellung „Der Mönch war’s!“ führte. Es habe sich, so Rhein, „eine Volksbewegung für Tölpel“ entwickelt und deshalb werde der tintenblaue Protagonist auch künftig in der kulturellen Bildungsarbeit eingesetzt: „Tölpel ist Teil der Stadtgesellschaft geworden, nach 500 Jahren hat er seinen verdienten Platz gefunden.“

Ausblick 

2018 wird es zwei neue Sonderaustellungen im Augusteum geben, den Auftakt macht vom 4. Mai bis zum 22. Juli „Bauen für Luther. Die Baumaßnahmen der Stiftung Luthergedenkstätten Sachsen-Anhalt 1998 bis 2018“. Die Herbstausstellung vom 1. September 2018 bis zum 6. Januar 2019 widmet sich „Maria! Verehrt und verschmäht?“ und zeigt Exponate der Sammlung Bührle, Zürich. 

Hinweis: 

Am Samstag, dem 4. November, haben das Lutherhaus und das Augusteum von 9 bis 21 Uhr geöffnet, am Sonntag von 9 bis 18 Uhr.




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