OB Torsten Zugehör (m.), Fachdienstleiter Holger Zubke (l.) und Ronny Müller, Leiter des Vorbreitungsstabes Reformationsjubiläum 2017. Foto: Wolfgang Gorsboth

OB Torsten Zugehör (m.), Fachdienstleiter Holger Zubke (l.) und Ronny Müller, Leiter des Vorbreitungsstabes Reformationsjubiläum 2017. Foto: Wolfgang Gorsboth

28.10.2017

Besonderer Schutz für die Prominenz zur Reformationsfeier

Zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen und Straßensperrungen zum Fest

Wittenberg (wg). Mit erhöhten Besucherzahlen rechnet die Stadt bereits ab dem heutigen Samstag, denn erstmals ist der Reformationstag deutschlandweit ein Feiertag, viele werden den Montag als Brückentag nutzen. Am 31. Oktober selbst rechnen die verantwortlichen Behörden mit 30.000 bis maximal 35.000 Besuchern. 

Seit Wochen laufen die Vorbereitungen für Sicherheitsmaßnahmen, an denen auch Vertreter des BKA und LKA beteiligt waren sowie für die Verkehrsführung. Aus Sicherheitsgründen werde es zu Einschränkungen kommen, wirbt Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) um Verständnis und betont: „Der 31. Oktober ist keine geschlossene Veranstaltung, wir freuen uns auf die prominenten Gäste, aber auch jeder andere Gast ist herzlich bei uns willkommen.“ 

Man blicke mit der Weltausstellung Reformation, dem Festgottesdienst zum Kirchentag auf den Elbwiesen, mit dem Stadtfest „Luthers Hochzeit“ und vielen anderen Ereignissen auf ein aufregendes Jahr zurück, „das mit großem Medieninteresse ebenso verbunden war wie mit Fragen der Sicherheit.“ Man habe gemeinsam einen großartigen und friedlichen Sommer erlebt, „das Miteinander aller beteiligten Behörden hat uns geschult – auch für die Zukunft“, so der OB. 

Zum Reformationsfest wird es eine Zweiteilung der Altstadt geben: Erstens das mittelalterliche Marktspektakel am Montag und Dienstag, „das in diesem Jahr mehr in östliche Richtung gezogen wird bis in die Jüdenstraße, Mittelstraße und Collegienstraße“, berichtet Johannes Winkelmann, Geschäftsführer der Wittenberg Marketing GmbH. Im Bereich der Schlossstraße und der Coswiger Straße beginnt die Bespielung mit Ständen erst ab der Steinbrücke. 

Zweitens das Gebiet um die Schlosskirche (Festgottesdienst) und um das Stadthaus (staatlicher Festakt). Zu den Festakten werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundeskanzlerin Angela Merkel und weitere deutsche Politprominenz, der ungarische Staatspräsident János Áder, der Präsident der Republik Lettland Raimonds Vejonis sowie hochrangige Kirchenvertreter erwartet.

„Schlossplatz und der Bereich am Stadthaus werden mit Gittern abgesperrt und dort Sicherheitsbereiche eingerichtet, die nur von besonders akkreditierten Personen betreten werden dürfen“, informiert Ronny Müller von der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost, der den Vorbereitungsstab Reformationsjubiläum 2017 leitet. Ein zweiter Bereich ist für interessierte Zuschauer, die sich auf Taschenkontrollen einstellen müssen. „Wir versuchen den Spagat zwischen Sicherheit auf der einen und dem Wunsch vieler Bürger, nah dran am Geschehen zu sein, auf der anderen Seite“, erklärt Müller. Ähnlich wird am Stadthaus verfahren, wo der Sicherheitsbereich möglichst klein gehalten werden soll. 

Die Mauerstraße ist für Fahrzeuge aller Art und auch für Fußgänger gesperrt, allerdings ist für Pkw eine Zu- und Abfahrt über die Bürgermeisterstraße in das Arsenal-Parkhaus möglich, die Polizei regelt den Verkehr. Die beiden Bushaltestellen am Stadthaus werden nicht angefahren, sondern in die Bürgermeisterstraße verlegt. Die Regelungen für den Schlossplatz gelten ganztägig bis circa 17 Uhr, die für den Bereich um das Stadthaus bis circa 21 Uhr. 

Informationen zum Verkehr 

Für Gäste, die mit Pkw oder Reisebus anreisen, ist am 30. und 31. Oktober ein Sonderparkplatz in der Nähe des Lutherhauses (Kuhlache, Zufahrt von der Dresdner Straße) eingerichtet. Von dort und vom neuen Parkplatz an der Ostseite des Hauptbahnhofs verkehrt am 31. Oktober ein Shuttle-Bus in die Altstadt zur Bürgermeisterstraße (Kreisel an der katholischen Kirche). Ein weiterer Sonderparklatz wird am Carat-Park, Teucheler Weg, eingerichtet, auch dort verkehrt regelmäßig ein Shuttle-Bus. 

In der Altstadt stehen nur wenige öffentliche Parkplätze zur Verfügung. Die Parkplätze am Neuen Rathaus und an der Mehrzweckhalle an der Berliner Straße (Polizeiturnhalle) sind gesperrt, weil diese für die prominenten Gäste benötigt werden. Geparkt werden kann indes auf den Parkplätzen von Aldi und Lidl in der Dessauer Straße.

„Straßensperrungen sind die Kehrseite der Feierlichkeiten“, erklärt Holger Zubke, Fachdienstleiter Ordnung und Straßenverkehr beim Landkreis. Ab dem 30. Oktober, 10 Uhr bis 31. Oktober, 20 Uhr, ist die Fußgängerzone der Lutherstadt für den Verkehr mit Kraftfahrzeugen gesperrt. Auch die erteilten Ausnahmegenehmigungen werden für diesen Bereich außer Kraft gesetzt. Für die öffentliche Nutzung ist die Wallstraße von Elbstraße bis zum Schlosshof gesperrt. 

„An beiden Tagen sind Politessen und der Stadtsicherheitsdienst im Einsatz“, sagt Sachgebietsleiter Hagen Pisoke. „Sie handeln mit Augenmaß, wo es aber im Zuge der Gefahrenabwehr erforderlich ist, werden widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge kostenpflichtig abgeschleppt.“ Nur so seien eine Optimierung des Veranstaltungsablaufes und die Gewährleistung von rechtlichen Vorschriften möglich.

„Die Feuerwehr wird sechs Einsatzabschnitte bilden“, erläutert Gerd Geier, Fachbereichsleiter Brand- und Katastrophenschutz. Diese befinden sich im Lambert-Stadion zur Absicherung des Mittelalter-Spektakels, am Schloss, am Stadthaus, in der Wallstraße (Sanitäter) und am Berufsschulzentrum, während sich die Einsatzleitung in der Hauptwache in Teuchel befindet. 

• Vom 28. Oktober bis zum 1. November ist mit verkehrlichen Beeinträchtigungen durch den Auf- und Abbau der gastronomischen und gewerblichen Stände zu rechnen. 

• Über der Stadt wird eine Flugverbotszone eingerichtet, diese gilt auch für Drohnen. 

• Auch für die öffentlichen Gottesdienste am 31. Oktober in der Stadtkirche, Schlosskirche und auf dem Hof der Leucorea ist mit Taschenkontrollen zu rechnen. 

• Am 31. Oktober verkehren die Busse wie werktags, außerdem gibt es zusätzliche Fahrten, nähere Infos finden sich auf der Homepage des Busunternehmens Vetter. 

• Die Buslinien 300 und 301 werden vom 28. bis 31. Oktober nicht durch die Innenstadt fahren.




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