Dieser neue Herbstapfel heißt "Martin Luther", eine Abkömmling der ältesten dokumentierten Apfelsorte Deutschlands. Foto: Veranstalter

Dieser neue Herbstapfel heißt "Martin Luther", eine Abkömmling der ältesten dokumentierten Apfelsorte Deutschlands. Foto: Veranstalter

19.10.2017

Übergabe von 95 limitierten Exemplaren an die Subskribenten

Ein Apfelbaum, der Martin Luther heißt

Wittenberg (WiSo).  Am 21. Oktober werden um 14 Uhr auf dem Innenhof der Leucorea 95 „Martin Luther“-Apfelbäume der Öffentlichkeit präsentiert und an 95 Subskribenten übergeben. Im Anschluss haben alle Gäste ab 16 Uhr die Möglichkeit, die Veranstaltung in der Bethel-Begegnungsstätte ausklingen zu lassen. Für das leibliche Wohl und musikalische Unterhaltung ist gesorgt. 

Das Reformationsjubiläum war für die Barnimer Baumschulen Biesenthal schon vor einigen Jahren Anlass, Martin Luther in besonderer Weise zu ehren. Die Baumschulen sind ein Arbeitsbereich der Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH, dort arbeiten gärtnerische Fachkräfte und Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen gemeinsam. 

Zum 500. Jahrestag der Reformation wird eine neue Apfelsorte mit Namen „Martin Luther“ herausgebracht. Diese neue Sorte ist ein Abkömmling des Edelborsdorfer Apfels, der ältesten dokumentierten Apfelsorte Deutschlands und vermutlich ganz Europas. 

„Der ‚Martin Luther’ ist ein klassischer Herbstapfel, zu erwarten sind gelbe Früchte mit rötlichen Bäckchen und einem edlen Aroma“, sagt Andreas Pachali, Leiter der Barnimer Baumschulen. Da der Edelborsdorfer bereits im 12. Jahrhundert bekannt war, lässt sich vermuten, dass der Reformator sie auch gekannt hat. Man kann dem Weg dieser Äpfel durch verschiedene Zisterzienser-Klöster und bis nach Potsdam folgen, wo seit 1826 ein anderer Bosdorfer Apfelbaum steht und bis heute Früchte trägt. 

Das für die Vermehrung und Sortenlizensierung verwendete Pflanzenmaterial stammt aus der Obstbauversuchsstation in Müncheberg im Osten Brandenburgs, wo es eine sehr umfangreiche Sammlung obstgenetischer Ressourcen gibt. 

Entsprechend der in Wittenberg veröffentlichten 95 Thesen wird zunächst eine limitierte Erstauflage von 95 Bäumen herausgegeben. Luther mit einer nach ihm benannten Apfelsorte zu ehren, entstammt dem ihm zugeschriebenen Ausspruch „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“.

Zukunftshoffnung und Mut zu Veränderungen, die Luther aus dem Lebenszeugnis von Jesus Christus herleitete, prägen auch die Hoffnungstaler Werkstätten, wo Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam Arbeitsprozesse gestalten, Ideen finden und unsere spezialisierte Arbeitswelt zur Beteiligung von Menschen mit Behinderungen ermutigen.




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