Innungsobermeister Dieter Köppe (m.) und der neue Vorstand der Kfz-Innung mit René Peper (l.), Thomas Böhme (2.v.r.), Michael Dörfel (2.v.l.) und Hendrik Schandert. Foto: Wolfgang Gorsboth

Innungsobermeister Dieter Köppe (m.) und der neue Vorstand der Kfz-Innung mit René Peper (l.), Thomas Böhme (2.v.r.), Michael Dörfel (2.v.l.) und Hendrik Schandert. Foto: Wolfgang Gorsboth

02.10.2017

Dieter Köppe bleibt weitere drei Jahre Innungsobermeister

Kfz-Innung hat einen neuen Vorstand gewählt

Wittenberg (wg). Die Kfz-Innung hat im Haus des Handwerks Dieter Köppe für weitere drei Jahre ohne Gegenstimme und bei einer Enthaltung zum Innungsobermeister gewählt. Auch der Vorstand wurde neu gewählt, ihn bilden künftig René Peper, Thomas Böhme sowie neu Michael Dörfel und Hendrik Schandert. Zuvor war der alte Vorstand einstimmig entlastet worden. 

Auch in beliebten Ausbildungsberufen wie dem Kfz-Mechaniker wird es für die Betriebe immer schwieriger, geeigneten Nachwuchs zu finden – zum einen demografiebedingt, zum anderen machen immer mehr Jugendliche Abitur und wollen studieren, zudem lässt das schulische Leistungsniveau potenzieller Bewerber oft zu wünschen übrig. 

Erstmals beteiligte sich die Kfz-Innung  an der Ausbildungsmesse im Berufsschulzentrum, auch einzelne Betriebe der Branche waren vertreten. Philipp Geier regte an, dass sich künftig neben der Innung deutlich mehr Betriebe an der Messe beteiligen und sich dort möglichst auf einer Fläche konzentrieren. Noch habe man ausreichend Nachwuchs (erstes Lehrjahr 19, zweites Lehrjahr 19, drittes Lehrjahr 12, viertes Lehrjahr 9), um in der Wittenberger Berufsschule eine Klasse im Fachbereich Kfz-Technik bilden zu können. Das Ministerium für Bildung entscheide aber jedes Jahr neu, ob die Zahlen zur Klassenbildung ausreichend seien, deshalb solle man Möglichkeiten wie die Ausbildungsmesse nutzen, um aktiver für den Beruf zu werben. 

René Peper, Chef des Autohauses Gänsicke in Reinsdorf, setzt auf direkte Kontakte zu den achten Klassen der Sekundarschule „Heinrich Heine“, um Schüler rechtzeitig für Kfz-Berufe zu interessieren: „Wir dürfen nicht warten, bis die Bewerbungen bei uns auf dem Tisch liegen.“ Kerstin Schönemann vom Autohaus Moll setzt bei der Teilnahme an Ausbildungsmessen auf ihre Azubis, weil diese mit Gleichaltrigen schneller Kontakte aufbauen und die gleiche Sprache sprechen. 

Günter Gottwald vom Autohaus Gottwald in Jessen kritisierte die überbetriebliche Ausbildung, die für teures Geld zu wenig Qualität liefere. 

Innungsobermeister Köppe informierte über die neue Fahrzeug-Untersuchungs-Verordnung (FUV), die unter anderem die Schaffung einer zentralen Datenbank vorsieht, in der alle Betreiber von Prüfstützpunkten zusammengefasst sind. Dazu gehört auch die Erfassung der ordnungsgemäßen Dokumentation über die Prüfung und Kalibrierung der Prüfmittel wie zum Beispiel Bremsprüfstände oder Scheinwerfer-Einstellgeräte. 

Als Innung, so Köppe, müsse man sich auf die FUV einstellen, deshalb sollen ein Laptop und ein Scanner zur zentralen Datenerfassung angeschafft werden, jeder Prüfstützpunkt könne sich diese ausleihen.

Außerdem wies Köppe auf die zum 1. August 2017 geänderte Gewerbeabfall-Verordnung hin, damit sind für gewerbliche Abfallerzeuger neben der Verpflichtung zur Getrenntsammlung auch – erhebliche bürokratische - Dokumentationspflichten verbunden, die kontrolliert und bei Verstößen mit hohen Bußgeldern geahndet werden.

Hinweis 

Die Kfz-Innung wurde am 5. März 1990 gegründet und ist die größte Innung in der Kreishandwerkerschaft Wittenberg. Dieter Köppe ist seit 1996 Innungsobermeister.




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