Noch haben sie gut lachen: OB Torsten Zugehör, Kirchmeister Bernhard Naumann und Rainer Schultz (v.r.n.l.) haben es sich auf der von der Stadt Göttingen gestifteten Partnerschaftsbank bequem gemacht. Foto: Wittenberger Sonntag / Wolfgang Gorsboth

Noch haben sie gut lachen: OB Torsten Zugehör, Kirchmeister Bernhard Naumann und Rainer Schultz (v.r.n.l.) haben es sich auf der von der Stadt Göttingen gestifteten Partnerschaftsbank bequem gemacht. Foto: Wittenberger Sonntag / Wolfgang Gorsboth

15.09.2017

Vom Lutherhaus zur Thesentür mit großem Umweg

Trio begibt sich auf die sechste Lutherwanderung

Wittenberg (wg). Als vor 515 Jahren die Wittenberger Universität gegründet wurde, war Johann von Staupitz der erste Dekan der Theologischen Fakultät, außerdem Beichtvater Martin Luthers. Bei den zur guten Tradition gewordenen Lutherwanderungen trägt Wittenbergs Oberbürgermeister das Gewand von Staupitz, mit dabei sind Bernhard Naumann als Luther und Rainer Schultz als Hofmusikus. 

Auch im Jahr der Reformationsfeierlichkeiten verzichtet das Trio nicht auf seine Lutherwanderung: Am 23. September geht es vom Lutherhaus (Start ist um 8 Uhr) zur Thesentür (Ankunft circa 18.45 bis 19 Uhr). Und weil die Historische Meile zwischen Start und Ziel einfach keine Herausforderung ist, wählt das wanderfreudige Trio nicht den kürzesten Weg, sondern begibt sich diesmal auf eine Distanz von rund 36 Kilometern durch die umliegenden Ortschaften. 

Nach Leipzig-Wittenberg 2012 (Luthers Promotion, 84 Kilometer), Torgau-Wittenberg (550. Geburtstag Friedrich des Weisen, 68 Kilometer), Jüterbog-Wittenberg (Ablassprediger Johann Tetzel, 45 Kilometer), Dessau-Wittenberg (Cranach-Jubiläum, 42 Kilometer) und im vergangenen Jahr von Bad Belzig nach Wittenberg (42 Kilometer), hat das Trio – auch in Erinnerung an die erste Tour, die immer noch Phantomschmerzen auslöst – die Streckenlänge dem gestiegenen Alter angepasst. 

„2017 bleiben wir in Wittenberg und besuchen die umliegenden Gemeinden“, berichtet Bernhard Naumann, der die Idee zu den Lutherwanderungen hatte. Im Fokus stehen dabei interessante Kirchenbauwerke wie die Schinkelkirche in Woltersdorf, wo das Trio um circa 13.45 Uhr erwartet wird und Pfarrer Matthias Schollmeyer und engagierte Gemeindemitglieder mit dem vom Verein Mitteldeutsche Kirchenstraße verliehenen Titel „Kirche des Monats“ auszeichnen wird.

Nach grundhafter Sanierung wurde das klassizistische Gotteshaus, das 1839 erbaut wurde, 2013 wieder eingeweiht. Kantor Michael Weigert bringt zum kleinen Festakt die Orgel zum Klingen, die rund 50 Jahre verstummt war und parallel zur Kirche saniert wurde. 

Jeder, der möchte, kann sich an der Wanderung beteiligen, sei es die ganze Strecke oder etappenweise. Die Gruppe der „Mitläufer“, die die ganze Etappe absolviert, ist Jahr für Jahr auf nunmehr 25 Personen angewachsen, von Anfang an dabei sind Bernd und Norman Güldner von den Wittenberger Botenläufern. Ebenso freut sich das Trio über jeden, der sie am Wegesrand aufmuntert oder am Ziel begrüßt. 

Nach dem Start in Wittenberg erreichen die Wanderer um circa 9.45 Uhr die Kirche in Mühlanger, um 10.45 Uhr die Dietrichsdorfer Kirche und um 11.30 Uhr die Külsoer Mühle, wo eine 30-minütige Rast mit Frühstück eingelegt wird. Weiter geht es über die Kirche in Bülzig (12.45 Uhr),die Kirche in Woltersdorf (13.45 Uhr), Köpnicker Kirche (15 Uhr), Thießen (16.30 Uhr), Trajuhn (17.30 Uhr“ und die Kirche St. Martin in Friedrichstadt (18 Uhr). 

Nach der Ankunft an der Thesentür der Wittenberger Schlosskirche begibt sich die Wandergruppe zum Markt, wo die 25. Auflage des Töpfermarktes stattfindet und ein finales und kühles Lutherbier aus dem rekonstruierten Marktbrunnen auf die tapferen Akteure wartet.




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