Sie haben es geschafft und dürfen sich Jungfacharbeiter nennen: Gruppenbild auf dem Hof des IB gemeinsam mit den Ausbildern und der Leitung des IB. Foto: Wolfgang Gorsboth

Sie haben es geschafft und dürfen sich Jungfacharbeiter nennen: Gruppenbild auf dem Hof des IB gemeinsam mit den Ausbildern und der Leitung des IB. Foto: Wolfgang Gorsboth

09.09.2017

Feierliche Freisprechung im Internationalen Bund Wittenberg

Vom Azubi zum Jungfacharbeiter: Prüfung bestanden

Wittenberg (wg). 20 von 21 jungen Männern und Frauen haben die Prüfung vor der IHK bzw. der Handwerkskammer bestanden und können nun als Jungfacharbeiter ein neues Kapitel in ihrem Leben aufschlagen, zehn haben bereits einen Arbeitsvertrag. 

„Auf dem Arbeitsmarkt ist viel Bewegung, alle haben gute Chancen, eine Stelle zu finden, die Voraussetzungen sind da, machen Sie etwas daraus“, sagte Kathrin Mengert, Leiterin des Internationalen Bundes (IB) Wittenberg, aus Anlass der Freisprechung und wünschte den jungen Leuten Erfolg, Freude an der Arbeit und Durchhaltevermögen. „Sie haben diesen Abschnitt des Lebens bewältigt, jetzt können sie selbstbestimmt ihre Zukunft aufbauen“, betonte Ingrid Nebel, Bereichsleiterin für berufliche Bildung.

Fünf junge Leute haben während ihrer Ausbildung auch den Realschulabschluss erworben. Einer hat nach langer Krankheit seine Ausbildung wieder aufgenommen und sich trotz aller Probleme erfolgreich durchgekämpft. Drei Jungfacharbeiterinnen wurden wegen besonders guter Leistungen ausgezeichnet: Sarah Richter und Anna Lehmann, die erfolgreich den Fachpraktiker Hauswirtschaft und den Realschulabschluss absolvierten sowie Ines Friedrich, die die Ausbildung zur Fachkraft für Bürokommunikation mit der Note 1,5 schaffte und nun noch eine dreijährige Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement anhängt. 

Die hohe Erfolgsquote ist ein Beleg für die Qualität der im IB geleisteten Arbeit. Ausgebildet wurden Verkäuferinnen, Fachlageristen, Baufachwerker, Fachpraktiker Metallbau, Fachpraktiker Bürokommunikation, Kaufleute für Büromanagement und Fachpraktiker Hauswirtschaft, je nach Beruf betrug die Dauer der Erstausbildung zwei bis 3,5 Jahre. 

Die Ausbildung erfolgt theoriereduziert, seit 1992 ist der IB Wittenberg eine anerkannte Einrichtung für berufliche Rehabilitation. Die Lehre wird in den eigenen Ausbildungsstätten durchgeführt, untersetzt mit Praktika in den Betrieben der Region, für Arbeitgeber eine gute Gelegenheit, die Jugendlichen zu testen. „Auf unsere jungen Leute ist unbedingt Verlass“, betont Nebel. 

Da sich die Ausbildung an Rehabilitanden richtet, erhalten die Jugendlichen Unterstützung wie zusätzlichen Unterricht. Ausbilder, Lehrer und Sozialpädagogen organisieren die Ausbildung im Team, um jeden Jugendlichen individuell zu fördern - und das mit Erfolg: Die ersten beruflichen Abschlüsse konnten bereits 1994 gefeiert werden, seither liegt die Erfolgsquote der bestandenen Facharbeiterprüfungen bei über 90 Prozent. 

Mit seinen Angeboten baut der IB auch lernbehinderten und benachteiligten Jugendlichen eine Brücke in den Beruf, was von den Unternehmen angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels künftig noch stärker honoriert werden dürfte. Der Wechsel von der Schule auf die Lehrstelle gestaltet sich für einige Jugendliche schwierig, zumal viele Ausbildungsgänge zunehmend höhere Anforderungen stellen. Obwohl es mehr Lehrstellen als Bewerber gibt, bliebe manchem Jugendlichen ohne spezielle Fördermaßnahmen die Aufnahme einer Ausbildung versagt, der Schlüssel zum Erfolg ist jedoch immer die Motivation des Azubis. 

Das neue Ausbildungsjahr im IB wurde am 7. August gestartet, insgesamt befinden sich derzeit 85 junge Leute in einer Ausbildung, die von 15 Ausbildern sowie Sozialpädagogen und Stützlehrern betreut werden. Am 1. September begann eine Maßnahme zur Berufsvorbereitung, in der die Teilnehmer verschiedene Berufsbilder austesten können.




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