Birgit Bienoth, Stefan Köpf (l.) und Sören Marx präsentieren drei Holzscheit-Kirchen aus der aktuellen Serie des Leipziger Künstlers. Foto: Wolfgang Gorsboth

 Birgit Bienoth, Stefan Köpf (l.) und Sören Marx präsentieren drei Holzscheit-Kirchen aus der aktuellen Serie des Leipziger Künstlers. Foto: Wolfgang Gorsboth

26.08.2017

Unikate stehen im Schaufenster der Lucas-Cranach-Apotheke

Holzscheit-Kirchen für einen guten Zweck

Wittenberg (wg). Der Leipziger Künstler Stefan Köpf hat eine Serie von 29 Holzscheit-Kirchen gefertigt, die im Schaufenster der Lucas-Cranach-Apotheke zu sehen sind. Der Erlös kommt dem Verein „Katharina von Bora e.V. zugute, dieser geht auf eine Initiative der Kinderkardiologin Liane Kändler und des Chefarztes der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Paul Gerhardt Stift, Christoph Kändler, zurück. Er besteht seit 2005 und will die Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen in Wittenberg und Umgebung fördern. 

„Die Idee zu dieser Aktion entwickelte sich im Konztext des Reformationsjubiläums“, berichtet Köpf, „allerdings habe ich keinen direkten Bezug zu den 95 Thesen und 95 Holzscheit-Kirchen wären auch zu viel des Guten gewesen.“ Allerdings vergingen von der Veröffentlichung der 95 Thesen bis zum Tod Martin Luthers 29 Jahre: „29 Jahre, in denen der Reformator standhaft für seine Glaubensüberzeugung kämpfte“, betont Köpf, „in diesem Sinne ist Luther auch heute ein Vorbild.“ 

Jede der aus massiven Holzscheiten handgefertigten Kirchen ist ein Unikat und unterscheidet sich aufgrund des verwendeten Holzes und dessen Maserungen. Jedes Exemplar ist mit einer Plakette und der Aufschrift „HK 2017“ gekennzeichnet. „Kirchen entdecken, gestalten und begreifen, letzteres sowohl haptisch als auch mit dem Verstand“, so beschreibt Köpf sein Projekt. 

„Wir hatten auch schon Kunstauktionen bei uns in der Deutschen Bank durchgeführt, dafür stellte Herr Köpf Holzscheit-Kirchen aus einer anderen Serie zur Verfügung, die sehr schnell Käufer fanden“, berichtet Sören Mark, Leiter der Filiale der Deutschen Bank in Wittenberg und Schatzmeister des „Katharina von Bora e.V.“ 

Mit der Lucas-Cranach-Apotheke hat der Verein dank Inhaberin Birgit Bienoth einen attraktiven Standort gefunden – die Apotheke wird in jedem Reiseführer erwähnt und liegt auf der historischen Meile zwischen Schlosskirche und Lutherhaus. Viele Touristen, bestätigt Bienoth, interessierten sich für die Holzscheit-Kirchen des Leipziger Künstlers.

Der Verein „Katharina von Bora e.V. engagiert sich für die Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Ein Schwerpunkt ist die „XXL-Kindersportgruppe“, in der adipöse Kinder unter fachkundiger Anleitung eines Trainers und unter ärztlicher Kontrolle Sport treiben.Es gibt keinen Zwang, keine offiziellen An- und Abmeldungen. Sport und mehr Bewegung zeigen relativ schnell Resultate: Nicht nur, dass der Körper mehr Kalorien verbraucht, auch die Muskeln werden leistungsfähiger. „Mit Hilfe des Erlöses aus der Holzscheit-Kirchen-Aktion könne wir für ein weiteres Jahr den Trainer und die Hallenmiete bezahlen“, so Marx. 

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Stift. Für das Schwimmbecken in der Physiotherapie im Keller der Klinik fehlten Vorrichtungen für behinderte Kinder, auch hier konnte der Verein für Abhilfe sorgen. Denn zu den Zielen des Vereins mit seinen 30 Mitgliedern gehört neben der Unterstützung der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Stift auch die Wahrnehmung der Interessen behinderter und besonders behandlungsbedürftiger Kinder. 

Hinweis 

Von der 29 Holzscheit-Kirchen umfassenden Serie wurden bereits 13 Exemplare verkauft, die kleinen Kosten 35 Euro, die großen 62 Euro, der Erlös kommt der Arbeit des Vereins „Katharina von Bora“ zugute. Nach der Sommerpause trifft sich die „XXL-Kindersportgruppe“ wieder jeden Samstag von 10 bis 12 Uhr in der Jahn-Turnhalle, inzwischen machen dort auch Eltern aktiv mit. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wer mitmachen möchte, schaut einfach herein, Sportsachen sind mitzubringen. Die Teilnahme ist kostenlos.




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