r.2017-Geschäftsführer Hartwig Bodmann (.) erhielt von Landrat Jürgen Dannenberg zu seinem 64. Geburtstag am heutigen Donnerstag ein Präsent. Foto: Wolfgang Gorsboth

r.2017-Geschäftsführer Hartwig Bodmann (.) erhielt von Landrat Jürgen Dannenberg zu seinem 64. Geburtstag am heutigen Donnerstag ein Präsent. Foto: Wolfgang Gorsboth

01.06.2017

Landrat und r.2017-Geschäftsführer ziehen ein positives Resümee

Abschlussgottesdienst war eine Werbung für Wittenberg

Wittenberg (wg). „Dieses Großereignis war eine Werbung für die Lutherstadt, für den Landkreis und nicht zuletzt ein überwältigender Beleg, wozu unsere zivile Gesellschaft mit der Unterstützung von Hilfsorganisationen, Polizei und Bundeswehr fähig ist“, zog Landrat Jürgen Dannenberg (Linke) am Donnerstag ein positives Fazit des vergangenen Festwochenendes auf den Elbwiesen beim Pressegespräch im Lagezentrum des Krisenstabes. 

Auch nach den Anschlägen in Manchester und in Berlin hätten sich die Menschen nicht von einer terroristischen Drohkulisse einschüchtern lassen. „120.000 Menschen auf den Elbwiesen vor der Silhouette unserer Kreisstadt, dieses Bild hat auch mich als konfessionell nicht gebunden Menschen sehr beeindruckt“, betonte der Landrat. Die Besucher seien fröhlich und friedlich gewesen und hätten viel Verständnis für die notwendigen Taschenkontrollen, Absperrungen und einer so vor Ort noch nie erlebten Polizeipräsenz gezeigt. 

Lob und Dank an die Einsatzkräfte hatte Dannenberg bereits am Sonntagabend ausgesprochen, das Pressegespräch nutzte er, um seine Anerkennung noch einmal zu präzisieren: So dankte er den 1.192 vorwiegend ehrenamtlichen Einsatzkräften des Katastrophenschutzes des Landkreises Wittenberg und den 15 auf das Amtsersuchen des Kreises am Festwochenende aktiven nichtpolizeilichen kommunalen, Landes- und Bundesorganisationen, die Sicherheitsaufgaben erfüllt hätten. 

Seine Anerkennung gelte den Kameraden der Feuerwehren aller neun Städte im Kreis, den Helfern des DRK-Kreisverbandes, den Katastrophenschützern aus den Kreisen Anhalt-Bitterfeld, Börde, Elbe-Elster, Mansfeld-Südharz, des Burgenland-, Harz-, Sale- und Salzlandkreises sowie den Berufsfeuerwehren Magdeburg, Leipzig, Hannover, den Einsatzkräften der Landesverbände der DLRG und des DRK, dem THW und der Bundeswehr, den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und des Vereins Reformationsjubiläum 2017 e.V. 

Ihnen sei es gelungen, die Großveranstaltung unter den besonderen infrastrukturellen Bedingungen abzusichern und trotz der hohen Hitzebelastung für Besucher, Organisatoren und Helfer eine zusätzliche medizinische Versorgung zu gewährleisten. 

Der Erfolg verdanke sich auch der mehrjährigen intensiven und zielorientierten Zusammenarbeit mit dem Verein Reformationsjubiläum 2017. Am Erfolg hätten auch viele Mitarbeiter der Kreisveraltung einen persönlichen Anteil: „Noch nie haben wir als Verwaltung eine Veranstaltung in dieser Größenordnung begleitet, für jeden von uns war das Neuland.“

Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) habe sich in einem Brief für das Engagement, Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) am Sonntagabend in einem Telefonat bedankt. „Es war ein großer Schritt, aber noch nicht der letzte in diesem Reformationsjahr“, resümierte Dannenberg. 

Der Kreis habe sich um die Verantwortung für das Festwochenende zu keinem Zeitpunkt gedrückt, obwohl ihm die Aufgabe vom Land übertragen wurde, betonte r.2017-Geschäftsführer Hartwig Bodmann. Man habe erfolgreich in den Arbeitskreisen kooperiert und eine Katastrophenschutz-Struktur aufgebaut. Auch die besonders schwierigen Etappen im letzten halben Jahr bezüglich Sicherheit und juristischen Aspekten habe man gemeinsam bewältigt. 

Mit großer Beharrlichkeit habe der Landrat zwei Ideen umgesetzt: Zum einen das Bundeswehrkrankenhaus in unmittelbarer Nähe zur Festwiese samt Rettungshubschraubern, die auch zum Einsatz kamen, zum anderen die von Pionieren errichtete Pontonbrücke, die sich als „echte Attraktion, als Sahnehäubchen“ herausgestellt habe. 

„Die Situation bei den Voranmeldungen bei Bussen und den Zügen der Bahn war desolat“, sagte Bodmann. In den letzten beiden Stunden vor Beginn des Gottesdienstes seien die Shuttle-Züge brechend voll gewesen, vor allem die Berliner hätten sich sehr spontan entschieden. Um 11 Uhr waren laut Auswertung eines Luftbildes circa 60.000 Menschen auf den Elbwiesen, am Ende 120.000. Den Rückweg über die Pontonbrücke hätten laut angaben der Bundeswehr 60.000 Personen gewählt, deutlich mehr als geplant. 

„Bei der Entscheidung, den Abschlussgottesdienst des Deutschen Evangelischen Kirchentages auf den Elbwiesen durchzuführen, haben wir uns nicht von praktikablen Aspekten leiten lassen, vielmehr ging es darum, einen authentischen Ort auszuwählen, dessen Erschließung allerdings aufwendig war“, erklärte Bodmann.




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