EKD-Botschafterin Margot Käßmann sowie R.2017-Geschäftsführer Ulrich Schneider, OB Torsten Zugehör, EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm, Ministerpräsident Reiner Haseloff und Christof Vetter, Abteilungsleiter Marketing (v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Gorsboth

EKD-Botschafterin Margot Käßmann sowie R.2017-Geschäftsführer Ulrich Schneider, OB Torsten Zugehör, EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm, Ministerpräsident Reiner Haseloff und Christof Vetter, Abteilungsleiter Marketing (v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Gorsboth

20.05.2017

950 Tage nach Beginn des Countdowns geht es los

Oberbürgermeister Torsten Zugehör: „Kommt, ihr Zweifler!“

Wittenberg (wg). „Drei Jahre lang wurde die Weltausstellung Reformation vorbereitet und die sieben Themen-Tore in guter biblischer Tradition entwickelt“, sagte Margot Käßmann, Botschafterin der EKD für das Reformationsjubiläum und Vorsitzende der Projektleitung Weltausstellung, heute im Alten Rathaus. Junge Studenten hätten die Torräume entworfen für eine Stadt, aus deren Tore vor 500 Jahren die Botschaft von der Freiheit eines Christenmenschen ausgegangen sei.

„Was viele Menschen mit sehr viel Liebe geplant und umgesetzt haben, ist jetzt im Ziel angekommen“, erklärte Landesbischof Heinrich Bedford-Strom, Vorsitzender des Rates der EKD. Die Eröffnung der Weltausstellung am heutigen Samstag sei ein erster Höhepunkt des Jubeljahres. 

Am Vormittag sei der Truck vom „Europäischen Stationenweg“ am Wittenberger Hauptbahnhof begrüßt worden, er habe an 67 Orten in 19 Ländern Europas Station gemacht, jenem Europa, „das in der Gefahr steht, sich zu spalten und in der Kommunikationslosigkeit zu versinken.“ Begeisterung, die Orientierung auf Christus und Wahrhaftigkeit hätten die lange Reise des Trucks geprägt und dies wünsche er auch der Weltausstellung Reformation: „Alle sind willkommen, durch die Tore der Freiheit zu gehen.“ 

Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) sprach von „einem Kribbeln“, das viele Wittenberger erfasst habe, diese positive Grundstimmung gelte es über 2017 hinaus zu bewahren, „dann ist Wittenberg nicht nur die kleinste, sondern auch freundlichste Weltstadt.“  Zugehör dankte seinem Vorgänger Eckhard Naumann (SPD), der in seiner langen Amtszeit viele Vorhaben mit Blick auf 2017 bereits auf den Weg gebracht habe. 

Er sei auch den vielen Volunteers dankbar, die die Stadt mit ihrer jugendlichen Energie bereicherten, ebenso den vielen Baufirmen, die mit großer Leidenschaft gearbeitet und den Endtermin 19. Mai 2017 sichergestellt hätten. „Den Zweiflern sagen wir: Kommt in unsere Stadt und lasst Euch von den vielen Projekten und unserem Charme überzeugen“, so Zugehör. 

Ulrich Schneider, einer der beiden r.2017-Geschäftsführer, erinnerte an den 12. Oktober 2014, damals wurde der Countdown-Zähler in der Weltkugel auf dem Marktplatz scharf geschaltet – 950 Tage vor Beginn der Weltausstellung. Acht Installationen in sieben Torräumen seien geschaffen worden. Pavillons, Zelte und Messebauten laden von heute an zum Diskutieren, Verweilen und Erleben ein. Rund 2.500 Quadratmeter Zeltbahnen habe man zu temporären Häusern verbaut. 

82 Veranstaltungsstätten gibt es, darunter je eine Bühne auf dem Markt und auf der Schlosswiese, außerdem ein Jubiläumszelt für rund 1.000 Personen. In den nächsten 16 Wochen gibt es mehr als 2.000 Veranstaltungen. Alles das, so Schneider, verdanke sich dem ehrenamtlichen Engagement: 207 Menschen hätten sich mit ihrem Sachverstand in den Vorbereitungsgruppen eingebracht. 2.600 Ehrenamtliche werden die Präsenzen der 82 Aussteller in den Wallanlagen 16 Wochen lang betreuen, dazu kommen über 1.000 Referenten, Diskutanten und Moderatoren. 

Nicht zu vergessen seien die technischen und infrastrukturellen Vorbereitungen: Sechs Kilometer Stromkabel münden in 60 Verteilerkästen, 3.000 zusätzliche Stühle wurden in die Stadt gebracht, 500 Tonnen Erd- und Schottermasen bewegt, zudem waren 50 LKW, 26 Bagger und sechs große Kräne im Einsatz. 

„Wir rechnen mit 500.000 Besuchern im Reformationssommer, allein das Asisi-Panorana ist bis jetzt von knapp 150.000 Gästen besucht worden“, erklärte Schneider  

Hinweis:

Das Wegeleitsystem steht und der Audioguide mit der Stimme von Margot Käßmann kann an den Infopunkten und in der App abgerufen werden.




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