06.05.2017

Klartext-Kommentar von Wolfgang Marchewka

So hat es schon einmal angefangen...

Öfter mal was Neues, wünscht sich der Volksmund, und so bieten wir unseren lieben Leserinnen und Lesern heute eine echte Innovation: Einen Einstieg in den Klartext mit einem wörtlichen Zitat eines begeisterten Lesers dieses Kommentars. Unser Fan Thomas Höse schrieb auf seiner Internetseite unter der Überschrift „Was nicht alles dumm macht...“ Folgendes: 

„Mit Herrn Marchewka ist es wie mit einem Trinker, der ständig zur Flasche mit dem immer gleichen schlechten Fusel greifen muss. Die Pulle ist randvoll mit seinem Lebenselixier, der blanken und immer gleichen Hetze, in der er sich fortwährend ersäuft. Nichts bereitet ihm offensichtlich mehr Freude, als in diesem Dauerdelirium seine unablässigen Hasstiraden gegen die AfD oder PEGIDA auszuspeien. Nun ist es bei einem respektablen Säufer aber so, dass es entweder wenig Dummheit gibt, die gefährdet wäre oder er es eben schlichtweg nicht mehr zustande bringt, das Gelesene zu verstehen“. 

Tja, lieber Thomas, da hast du aber Pech gehabt. Zwar trinke ich gerne mal ein Bier, oder auch zwei oder drei, allerdings heißt meine bevorzugte Brauspezialität „Mönchshof Naturtrüb’s“ – und das ist alkoholfrei. Also ist es sehr schwer, mit diesem Getränk in das von dir prognostizierte „Dauerdelirium“ zu fallen. 

Mag sein, dass du mir das nicht glaubst, deshalb gebe ich dir noch eine Information: Ich habe kürzlich bei meiner Hausärztin Angelika Krause – sie hat ihre Praxis im Wittenberger Ärztehaus an der Sternstraße - mein Blut untersuchen lassen, und siehe da: Meine Leberwerte sind top. Kann sein, dass du mir auch das nicht glaubst, deshalb kannst du Frau Krause gerne anrufen und fragen, denn speziell für dich habe ich sie in Sachen Alkohol und Dauerdelirium von ihrer ärztlichen Schweigepflicht entbunden.  

Leider liegst du aber auch mit deinen sonstigen Aussagen reichlich daneben, denn was du fälschlicherweise Hetze nennst, sind auf allgemein bekannten Fakten basierende Kommentare. Und falls du nicht weißt, was ein Kommentar ist, kläre ich dich hiermit auf: Ein Kommentar ist eine Meinungsäußerung – und die Meinungsfreiheit ist hierzulande noch immer durch das Grundgesetz geschützt, was sogar für die innerhalb der Pegida lauten menschlichen Brüllaffen und selbst für die sich an die Sprache der einstigen Sprache anlehnenden Parteimitglieder der AfD gilt – also für Leute, die ihre „Meinung“ bis zum strafrechtlich relevanten Exzess verbreiten, aber die Meinung demokratischer Menschen nicht zulassen wollen. Aber ähnliches hatten wir schon einmal vor 1933, und dann kam der „Führer“ und führte Deutschland bis zum Endsieg. Und heute, lieber Thomas, wirken zum Glück viele vernünftige Menschen daran, dass sich Ähnliches nicht wiederholt. 

Leider liegst du auch mit deiner nächsten Behauptung von den „unablässigen Hasstiraden gegen die AfD“ daneben, denn wie die regelmäßigen Leser der „Klartext“-Kommentare wissen, werden kritikwürdige Verhaltensweisen ohne Ansehen der jeweils handelnden Person kommentiert, wobei die Bandbreite vom AfD-Rechtsaußen Höcke über den die Regierungskoalition negativ beeinflussenden Horst Seehofer bis hin zum Linksprominenten Gregor Gysi reicht, der erst in der vergangenen Woche aus gegebenen Anlass im Klartext gewürdigt worden ist. Das einzige, was an diesen Kommentaren immer gleich ist, ist die Farbe der Buchstaben. 

An dieser Stelle mag sich manch ein Leser fragen, wer ist Thomas Höse? Nun, dieser Mensch kandidierte 2014 bei der Stadtratswahl in Wittenberg für die AfD, erhielt „sensationelle“ 457 Stimmen, was natürlich nicht zum Einzug in den Stadtrat reichte. Mit dem Vertrauen so „zahlreicher“ Wittenberger ausgestattet, ließ Höse sich auch bei der Landtagswahl aufstellen und rutschte über die Landesliste dieser Partei tatsächlich in den Landtag hinein. Seitdem muss der Steuerzahler in Sachsen-Anhalt sehr viel Geld dafür aufbringen, dass Höse die eingangs erwähnten Sätze via Internet verbreitet und damit die Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt in unserem Lande bekämpft. 

Vielleicht wundern Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, dass ich den Thomas mit „du“ anspreche, die Erklärung dafür ist einfach: Ich habe es mir inzwischen abgewöhnt, solche Menschen, die öffentlich ein gewisses Niveau unterschreiten, auch noch mit „Sie“ zu adeln.




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