Stephan Zöllner leitet die Bethel-Begegnungsstätte in Wittenberg, Collegienstraße 41/42. Foto: Wolfgang Gorsboth

Stephan Zöllner leitet die Bethel-Begegnungsstätte in Wittenberg, Collegienstraße 41/42. Foto: Wolfgang Gorsboth

03.05.2017

„Wittenberger Gespräche“ als neues Format im Monatsrhythmus

Bethel in der Lutherstadt Wittenberg

Wittenberg (wg). 2017 steht nicht nur im Zeichen von 500 Jahre Reformation, sondern auch von 150 Jahre Bethel. Vor 300 Tagen bezogen die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel ihre Repräsentanz in der Collegienstraße 41/42, um sich in diesem besonderen Jahr in der Lutherstadt vorzustellen – den Einheimischen und den vielen in- und ausländischen Gästen. 

„Das Interesse ist groß, wir begrüßen an manchen Tagen bis zu 100 Gäste in unserem Bethel-Laden, darunter auch Gruppen“, freut sich Stephan Zöllner, der die Bethel-Begegnungsstätte in Wittenberg leitet, im Gespräch mit der Redaktion des Wittenberger Sonntag. 

Begegnung und Information

Der Bethel-Laden ist kein Verkaufsgeschäft, er dient vor allem der Begegnung und der Information. „Das Interesse an unserer Arbeit ist groß, viele sind überrascht, wie breit wir aufgestellt sind“, sagt Zöllner. Mit rund 17.500 Beschäftigten zählen die v. Bodelschwinghschen Stiftungen zu den größten diakonischen Einrichtungen Europas. 

Viele Gäste informieren sich über Beratungsstellen von Bethel in der Region, suchen Rat in Fragen der Betreuung sowie bei medizinischen und psychiatrischen Problemen: Hier vermitteln Zöllner und seine Kollegen Erstkontakte zu Einrichtungen vor Ort, sofern Angebote vorhanden sind oder auch an eigene Einrichtungen in Berlin/Brandenburg, wobei das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge in Berlin-Lichtenfeld als Anlaufstelle dient. 

Die Bethel-Begegnungsstätte ist in dieser Form einmalig in Deutschland, sollte auch nach 2017 die Resonanz gut sein, ist eine Fortsetzung sehr wahrscheinlich. 

„Was können wir vor Ort als Bethel-Stiftung leisten, allein oder in Kooperation mit anderen Partnern?“, diese Frage, so Zöllner, werde geprüft, ohne dass es derzeit konkrete Pläne gebe, bestehende Einrichtungen zu übernehmen oder in neue Vorhaben zu investieren. So verfügt Bethel über besondere Expertise unter anderem in den Bereichen Epilepsie, Psychiatrie und Demenz. 

Neues Gesprächsformat ab Mai im Monatsrhythmus 

Am 24. Februar erlebten die „Wittenberger Gespräche“ im Malsaal der Cranach-Stiftung ihre Premiere – in eigener Sache ging es um 500 Jahre Thesenanschlag und um 150 Jahre Bethel. Dieses neue Gesprächsformat wird ab Mai mit Tagungen im Monatsrhythmus fortgeführt, wobei sich die „Wittenberger Gespräche“ nicht nur an Fachleute, sondern an eine breite Öffentlichkeit wenden und auch kritische Akzente setzen wollen. 

Auftakt ist am 12. Mai, 14 bis 16 Uhr, zum Internationalen Tag der Pflege wird gefragt: „Pflege heute auf einem guten Weg?“ Zum Erfahrungsaustausch wird auch Dr. Klaus Kobert erwartet, der zu den Nestoren der Klinischen Ethik zählt. 

Am 29. Mai geht es unter dem Motto „Grenzenlos – Diakonie in kultureller und religiöser Vielfalt“ um das Miteinander von Menschen unterschiedlichen Glaubens und verschiedener Kulturen, dazu wird unter anderem die evangelische Theologin Dr. Johanna Will-Armstrong erwartet, seit 2015 im Vorstand der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Sie ist auch am 28. Juni zu Gast, wenn das Thema „Die interkultureller Religiosität in der Diakonie“ behandelt wird. 

Zuvor, am 9. Juni, steht das Thema „Psychiatrische Pflege in der Gemeinde“ auf dem Plan, daran wird unter anderem Dr. Nikolaus Särchen, Chefarzt der Alexianer Klinik Bosse, teilnehmen. 

Um Entwicklung und Chancen in der Epileptologie geht es am 14. Juli, zu den Referenten gehört Prof. Dr. Falk Oppel, der ehemalige Neurochirurgie-Chef von Bethel. „Neue (assestive) Technologie in der Pflege“ ist Thema am 11. August, dabei handelt es sich um Hilfsmittel, die Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen ein selbständigeres Leben ermöglichen. 

Hinweis:

Öffnungszeiten der Bethel-Begegnungsstätte: Montag bis Freitag von 10 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 18 Uhr, Mittwoch 13 bis 18 Uhr sowie Samstag von 10 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 18 Uhr. Am Festwochenende (27./28. Mai) ist an beiden Tagen ab 9 Uhr und bis mindestens 20 Uhr, bei Bedarf auch länger, geöffnet. 

Regelmäßig wird es Tage der Offenen Tür geben wie am 1. Juni, wenn Jugendliche aus Bielefeld über duale Studiengänge an Bethel-Einrichtungen informieren. 

Die lange Bank vor der Bethel-Begegnungsstätte, die gern und intensiv genutzt wird, wurde in Werkstätten für behinderte Menschen in Bielefeld gefertigt, 29 Bestellungen hat Zöllner bisher vermittelt. Groß sei auch das Interesse an dem Lastenfahrrad, das bei sonnigem Wetter vor der Begegnungsstätte steht und in Lobetal gefertigt wurde. Auch hier konnte Zöllner Aufträge vermitteln.




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