Heinz Wehmeier (m.), Projektleiter der Deutsch-Russländischen Gesellschaft, Markus Biedermann, Direktor der Kreismusikschule (r.) und Michail Marinow, der die Kinder und Jugendlichen zu einem großen Orchester formen wird (v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Gorsboth

Heinz Wehmeier (m.), Projektleiter der Deutsch-Russländischen Gesellschaft, Markus Biedermann, Direktor der Kreismusikschule (r.) und Michail Marinow, der die Kinder und Jugendlichen zu einem großen Orchester formen wird (v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Gorsboth

01.05.2017

XXV. Musikalische Ost-West-Begegnung vom 2. bis 7. Mai

Musik als verbindende Sprache

Wittenberg (wg). „Mit Optimismus und Qualität haben wir es geschafft, dass in diesem Jahr die 25. Internationale Musikalische Jugendbegegnung stattfinden kann“, berichtet Heinz Wehmeier, Projektleiter der Deutsch-Russländischen Gesellschaft (DRG), die das Projekt der Völkerverständigung und der interkulturellen Begegnung seit einem Vierteljahrhundert gemeinsam mit der Kreismusikschule organisiert. Mehr als 1.000 Kinder aus Osteuropa haben daran teilgenommen. 

„Qualität“, weil das Niveau der Konzerte sehr hoch ist, „Optimismus“, weil die Finanzierung in jedem Jahr auf wackligen Beinen steht und wesentlich von Sponsoren und den Kollekten am Ende der Konzerte abhängt. 

80 Ost-West-Vereine aus der ganzen Bundesrepublik waren zu Gast beim russischen Botschafter Wladimir M. Grinin in Berlin: „Für die Vorstellung unseres Projektes gab es sehr viel Beifall“, freut sich Wehmeier, der an diesem Wochenende zu einer zweitägigen Konferenz zum Thema Agrartourismus in Minsk ist und sich bei dieser Gelegenheit um die Visa-Regularien in der deutschen Botschaft kümmert. „Aufgrund der Qualität der Jugendbegegnung müssen die Kinder und Jugendlichen aus Belarus keine 60 Euro für das Visum bezahlen, dass sie aber ab 12 Jahre Fingerabdrücke abgeben müssen, empfinden alle Ost-West-Vereine als diskriminierend“, erklärt Wehmeier. 

In diesem Jahr kommen 22 Kinder (Folkloresängerinnen, Solisten und ein Tanzpaar) aus Mogiljow, Wittenbergs langjähriger Projekt-Partnerstadt, zusätzlich elf Jugendliche, die in der Malschule der Cranach-Stiftung gemeinsam mit Wittenberger Schülern am Kunstworkshop „Wittenberg – die Stadt des Friedens – die Welt zu Gast“ teilnehmen werden. Aus dem bulgarischen Burgas am Schwarzen Meer kommen 12 junge Mitglieder eines Folkloreensembles und acht Musikschüler und aus dem russischen Kaliningrad drei junge Künstlerinnen und eine Betreuerin. 

„Kulturaustausch ist meinungsbildend“, begründet Wehmeier die Bedeutung solcher Begegnungen vor dem Hintergrund der gespannten Beziehungen zu Russland. Mit Begegnungen werde eine Dialogkultur etabliert sowie Strukturen auf beiden Seiten geschaffen, auf die man sich verlassen könne. Die Unterbringung in Gastfamilien sowie die gemeinsamen Freizeitunternehmungen befördern ebenfalls den Charakter der Begegnung. Exkursionsziele sind in diesem Jahr Potsdam, Berlin und Lützen, außerdem stehen ein Besuch des Asisi-Panoramas und eine Stadtführung auf dem Programm. 

Zudem geben die Jugendlichen Konzerte unter anderem für die Sekundarschule und das Gymnasium Jessen, für das Luther-Melanchthon-Gymnasium Wittenberg und das Kinderheim in Wartenburg. „Auf diese Weise ermöglichen wir es den Kindern und Jugendlichen in Stadt und Kreis, unsere Gäste kennenzulernen und sich vom hohen Niveau der Darbietungen zu überzeugen“, sagt Markus Biedermann, Direktor der Kreismusikschule. 

In den ersten Jahren der Jugendbegegnungen, so Biedermann, habe man Wettbewerbe und zum Abschluss ein Austauschkonzert durchgeführt. Seitdem sich das Paul-Gerhardt-Orchester unter der Leitung von Michael Marinov unter dem Dach der Kreismusikschule befindet, liegt der Schwerpunkt auf gemeinsamen Proben und Konzerten, die Noten werden vorab geschickt. 

Marinov führt die jungen Gäste, Kreismusikschüler sowie die 25 Mitglieder des PGO zu einem großen gemeinsamen Orchester zusammen: „Wir zeigen damit, dass Musik verbindet und man sich in der Kunst gemeinsam ausdrücken kann, auch ohne die Sprache des anderen zu verstehen.“ 

Konzerte 

Die Auftritte stehen unter dem Motto „Weltmusik, Folklore und Tanz“, erstes öffentliches Konzert ist am Dienstag, dem 2. Mai um 19.30 Uhr im Festsaal des Eisenmoorbades. Weitere Termine: Am 3. Mai, 19 Uhr, in der Nikolauskirche Pretzsch und am 4. Mai, 16 Uhr, in der Klinik Bosse. Aus Anlass des 25. Jubiläums findet das große Abschlusskonzert in diesem Jahr am 6. Mai um 19 Uhr in der Phönix Theaterwelt Wittenberg statt. Auch zum traditionellen Abschlusskonzert an der Külsoer Mühle am Sonntag, dem 7. Mai um 15 Uhr werden wieder mehrere hundert Gäste erwartet. 

Hinweis: 

Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei, um eine Spende zur weiteren Finanzierung der Internationalen Musikalischen Jugendbegegnung wird gebeten. Für das Konzert im Phönix beträgt der Eintritt acht Euro. Wer als Sponsor die Jugendbegegnung unterstützen möchte, wendet sich an die Deutsch-Russländische Gesellschaft oder den Freundeskreis der Kreismusikschule.




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