OB Torsten Zugehör überreicht an die jungen Turner des SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz symbolisch die Schlüssel für die komplett sanierte Turnhalle. Foto: Wolfgang Gorsboth

OB Torsten Zugehör überreicht an die jungen Turner des SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz symbolisch die Schlüssel für die komplett sanierte Turnhalle. Foto: Wolfgang Gorsboth

21.04.2017

Nach Wasserschaden wurden weitere massive Schäden entdeckt

Turnhalle „Am Elbhafen“ kann wieder genutzt werden

Wittenberg (wg). 13 Monate war die Turnhalle „Am Elbhafen“ gesperrt, jetzt kann sie wieder genutzt werden. Alles begann am 1. März 2016, als in der großen Halle ein vom Nachbargrundstück ausgehender Wasserschaden entdeckt wurde. „Ein Glücksfall rückblickend betrachtet“, sagte Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) am Freitag beim Vor-Ort-Termin. 

Denn im Zuge der Begehung des Dachraumes der Turnhalle wurden weitere Schäden festgestellt, die so massiv waren, dass in einem Bereich des Daches akute Einsturzgefahr drohte und im anderen die vorhandene Decke zu 100 Prozent mit ihrem Eigengewicht ausgelastet war. Deshalb entschloss sich die Stadt am 16. März zur Sperrung der Halle, 14 Tage später bestätigte ein Statik-Gutachten die Notwendigkeit der Sperrung. „Irgendwann wäre uns die Hallendecke auf den Kopf gefallen“, erklärte Marina Georgi vom Fachbereich Gebäudemanagement. 

Unter anderem gab es massive Schäden an der tragenden Holzkonstruktion der Unterdecke, verursacht durch den Hausbockkäfer sowie Schäden am Dachtragwerk. Nach gemeinsamen Beratungen zum Sanierungsvorhaben mit Vertretern der Abteilung Turnen des SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz und den Ausschreibungen erfolgte am 12. September der Baubeginn. 

Ziel war die Fertigstellung bis Mitte Dezember, damit das traditionelle Weihnachts-Schauturnen wie gewohnt in der Turnhalle durchgeführt werden kann. Es kam alles anders, das Schauturnen musste abgesagt werden, denn es wurden weitere massive Schäden festgestellt, verursacht vom Echten Hausschwamm. 

Dadurch mussten unter anderem alle eingemauerten Auflagepunkte der Dachhauptgebinde freigelegt werden. Um das Schadholz entfernen zu können, musste das gesamte Dach mit einer Hilfskonstruktion abgefangen werden. Die Folge: Drei Monate Bauverzug und erhebliche Mehrkosten, die sich nunmehr auf 350.000 Euro belaufen. 

„Wir haben damals über Interimslösungen nachgedacht, wie zum Beispiel die Halle nur zur Hälfte zu sperren und in der anderen Hälfte zu bauen“, erinnerte Zugehör. Es sei klug gewesen, dies nicht zu tun: „Einmal durchhalten und alles richtig machen, auch wenn es für den Verein schmerzlich war, zumal hier neben Breitensport auch Leistungssport betrieben wird.“ Während der Sperrung der Halle konnten die Turner im Lucas-Cranach-Gymnasium sowie in der Mehrzweckhalle am Polizeirevier trainieren. 

„Alle sind bei der Stange geblieben, die Turner und hier vor allem die Kinder und Jugendlichen, die Eltern und die Trainer“, berichtete Roman Lippert, Mitglied des Vorstandes der Abteilung Turnen. „Wenn früher über uns berichtet wurde, dann im Zusammenhang mit unseren sportlichen Erfolgen, in den vergangenen 13 Monate allerdings nur über die Baustelle Turnhalle ‚Am Elbhafen’“. 

Mit der Sanierung der Turnhalle habe die Stadt nicht nur eine Sportstätte erhalten, sondern auch ein Stück Heimat für alle Turner, die Wittenberg hätten verlassen müssen. So wie Matthias Fahrig, der 1993 in eben dieser Halle mit dem Turnen begann und später zur Sportschule nach Halle wechselte: Fahrig („Ich bin immer wieder gerne hier“) bot am Freitag einige Kostprobe seines Könnens und kündigte an, beim Weihnachts-Schauturnen 2017 dabei zu sein.




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