Tobias Bernhard ist beim r.2017 e.V. für die Konfi-Camps verantwortlich. Foto: Wolfgang Gorsboth

Tobias Bernhard ist beim r.2017 e.V. für die Konfi-Camps verantwortlich. Foto: Wolfgang Gorsboth

03.04.2017

Gemeinschaft erleben, Vertrauen aufbauen, Neues ausprobieren

Konfi-Camps zum Reformationsjubiläum in Wittenberg

Wittenberg (wg). Konfirmanden-Camps gibt es bundesweit in unterschiedlichen Formaten und sie sind in der Regel regional verankert. „Die Konfi-Camps, die in Wittenberg vom 31. Mai bis zum 10. September stattfinden werden, sprengen indes alle bisher bekannten Dimensionen“, erklärt Tobias Bernhard vom Verein Reformationsjubiläum 2017 e.V. im Gespräch mit der Redaktion des Wittenberger Sonntag. 

Der Diakon aus Augsburg, der seit November 2015 in Wittenberg ist, erwartet zu den elf Camps, die immer von Mittwoch bis Sonntag dauern, circa 18.000 Teilnehmer. 18 von 20 Landeskirchen beteiligen sich, acht Gruppen kommen aus der Schweiz und fünf aus Frankreich, Italien, Österreich, Tschechien und Polen. Dazu kommen drei Zeltlager verschiedener Jugendorganisationen wie dem Verband Christlicher Pfadfinder und der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend mit noch einmal circa 5.000 Teilnehmern. 

Dafür werden auf dem Gelände am Johannes-Runge-Weg auf einer Fläche von 160.000 Quadratmetern circa 200 Zelte errichtet, davon dienen 150 für Übernachtungen, die restlichen 50 Zelte für Veranstaltungen, Verpflegung und Sanitär. Jeweils neun Zelte bilden ein „Dorf“, angeordnet im Rund, so dass in der Mitte ein „Dorfplatz“ entsteht. Ende März startet auf dem Areal der Wegebau, werden die Strom- und Wasseranschlüsse verlegt und die Infrastruktur geschaffen, der Aufbau der Zelte erfolgt nach Ostern. 

Im Herbst 2015 hatte der Stadtrat den Weg geebnet und der Ausweisung dieses „Sondergebietes für sportliche und kirchliche Zwecke“ zugestimmt. Zwischenzeitlich wurden die unansehnlichen Garagen-Komplexe abgerissen und das reichlich vermüllte Gelände vom Unrat befreit. Nach den Konfi-Camps soll das Areal auch bessere Bedingungen für den örtlichen Reitverein bieten, der dort trainiert und regelmäßig Turniere durchführt. Dazu werden ab Herbst auf dem Areal umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen realisiert, wobei Stadt, r.2017 e.V. und der Reitverein Hand in Hand arbeiten. 

„Trust and try“ (Vertrauen und Mut haben) lautet das Motto der Konfi-Camps: Die 13- bis 14-jährigen Jugendlichen sollen Gemeinschaft leben und erleben, Vertrauen aufbauen und den Mut haben, Neues auszuprobieren. Für Tobias Bernhard sind Vertrauen und Mut Kerngedanken der Reformation: Luther sei es um das Vertrauen auf einen barmherzigen Gott gegangen sowie den Mut, neue Ideen zu übermitteln und mit der Kirche neue Wege zu gehen.

Vormittags steht Unterricht in den Konfirmandengruppen zum Motto „trust and try“ auf dem Programm, dabei geht es um Themen wie Identität, Vertrauen und Handeln, um Rechtfertigungslehre und christliche Freiheit. Nachmittags werden rund 40 Workshops angeboten, die Palette reicht von Sport über Musik bis hin zu Urban Gardening. Außerdem sind rund ein Drittel aller Konfirmanden an den Nachmittagen in der Innenstadt, wo sie die „Weltausstellung Reformation“, das Asisi-Panorama, Schloss- und Stadtkirche sowie die Lutherstätten besichtigen.

 Im August 2016 gab es auf dem Gelände einen Probelauf, dazu wurden zwei „Dörfer“ mit je sechs Schlafzelten, Versorgungszelt und einem großen Veranstaltungszelt aufgebaut, rund 180 „Teamer“ (Betreuer) nahmen bei hochsommerlichen Temperaturen teil. Letztere machten sich mit dem Terrain und der Stadt vertraut, außerdem bereiteten sie das Programm für den Sommer 2017 vor.

Zum Vorbereitungsteam gehören acht hauptamtliche Mitarbeiter aus der Geschäftsstelle des r.2017 e.V. sowie 55 Volunteers. „Wir haben einen Betreuungsschlüssel von fünf Jugendlichen und einen Teamer“, sagt Bernhard, „das heißt, dass jede Kirchengemeinde für fünf Konfirmanden einen Betreuer mitbringt.“ 

Zusätzlich sucht der r.2017 e.V. pro Woche circa 30 Ehrenamtliche vorzugsweise aus der Jugendarbeit. Sie kümmern sich unter anderem um das Rahmenprogramm und die Infrastruktur, helfen bei der Orientierung auf dem Gelände und bei der Essensausgabe, führen Nachmittagsworkshops durch und kümmern sich von früh bis spät um die Jugendlichen. Diese Teamer müssen mindestens 16 Jahre alt und im Besitz einer Jugendleiterkarte sein. 

Hinweis

Interessenten können sich per E-Mail unter anmelden. Für die Anmeldung sind eine Bestätigung über den Besitz der Jugendleiterkarte und eine Selbstverpflichtungserklärung zum Kinderschutz erforderlich, diese werden zugeschickt.




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