Antoinette Harnisch (l.) und Monique Pickran tauften das Schiff. Foto: Wolfgang Gorsboth

Antoinette Harnisch (l.) und Monique Pickran tauften das Schiff. Foto: Wolfgang Gorsboth

10.03.2017

Investition setzt auch Impulse für Wittenbergs Tourismus

Hotelschiff wurde auf den Namen „Junker Jörg“ getauft

Wittenberg (wg). Monique Pickran und Antoinette Harnisch tauften am Freitagabend das wohl erste Hotelschiff Sachsen-Anhalts auf den Namen „Junker Jörg“, Luthers Tarnnamen auf der Wartburg, wo er die Bibel ins Deutsche übersetzte. Zuvor hieß das Schiff „Theodor Fontane“ und war oft auf der Elbe im Einsatz. 

Zur feierlichen Zeremonie waren viele Taufgäste erschienen, darunter auch Ex-Ministerpräsident Wolfgang Böhmer, Landrat Jürgen Dannenberg und Wittenbergs Bürgermeister Jochen Kirchner. Zuvor gab es eine fulminante, mit Musik unterlegte Laser-Show, anschließend ging es mit einem bunten Showprogramm weiter - mit Mr. Smith (Piano) alias Axel Winde sowie dem Ausnahmetanzpaar vom TSV Schwarz-Gelb Kathrin und Jürgen Rodewald. 

Die Kapitäne Jan Harnisch und Mike Pickran dankten ihren Mitarbeitern, die inzwischen zu einer richtigen Crew zusammengewachsen seien. Die Luther Travel Cruises GmbH, die eigens für den Ankauf des Schiffes von der Viking-Reederei gegründet wurde, hat inzwischen 22 Mitarbeiter, eine international zusammengesetzte Crew mit einem Syrer, einem Ceylonesen, zwei Rumänen, zwei Tschechen sowie Kollegen aus Wittenberg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. 

Von Viking übernommen wurden die beiden erfahrenen Maschinisten Ulf Jeske und Dirk Ulrich. Lasse, der 20 Jahre alte Sohn von Jan und Antoinette Harnisch, beendet bald seine Ausbildung als Binnenschiffer und darf mit Vollendung des 21. Lebensjahres dann sowohl die MS „Junker Jörg“ als auch die kleine Schwester MS „Wittenberg“ führen. 

Die Idee, ein Hotelschiff zu kaufen, habe man schon vor fünf Jahren gehabt, inspiriert durch die Flusskreuzfahrten. Im Jahr des Reformationsjubiläums werden in Wittenberg die Betten knapp, Abhilfe schafft hier das schwimmende Hotel. Das Vier-Sterne-Schiff verfügt über 48 Doppel-Kabinen, acht Suiten und 18 Crew-Kabinen. Punkten kann das Hotel mit seinem Komfort, dem gewissen Etwas, gehobener Gastronomie und der ruhigen Lage. 

„Wir freuen uns auf viele Gäste aus aller Welt“, sagte Harnisch. Schon jetzt gebe es jede Menge Buchungen, unter anderem aus den USA, Mexiko, Singapur. Am Samstag und Sonntag kann das Schiff im Rahmen eines Tages der offenen Tür besichtigt werden, anschließend steht es den Hotelgästen zur Verfügung – und das Restaurant allen, die möchten. Wer bis Ostern eine Übernachtung bucht, zahlt den halben Preis. 

Mike Pickran hatte für die Taufgäste noch ein paar Fakten parat: Das Hotelschiff ist 95 Meter lang und elf Meter breit, der Tiefgang ist für ein Schiff dieser Größe mit 95 Zentimeter denkbar gering und mithin optimal für den Einsatz auf der Elbe geeignet. Drei Dieselmotoren mit acht Zylindern treiben das Schiff an, das überdies aufgrund modernster Technik auf der Stelle wenden kann. 

Einen dringenden Wunsch an das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt haben Harnisch und Pickran: Derzeit liegt das Hotelschiff noch in Höhe OBI im Alten Hafen, angestrebt wird aber ein Anleger im Bereich Rheinstraße, wo auch die MS „Wittenberg“ liegt.




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