Günter Ganzert vom Männerchor Borussia, Rita Medshlumjan vom Chor des MGH, Regisseur Markus Schuliers, Autor Volker Werner, Annemarie Götz von den „Fröhlichen Musikanten“ der AWO und Roswitha Porwol, Chefin des Tanzstudios Porwol (v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Gorsboth

Günter Ganzert vom Männerchor Borussia, Rita Medshlumjan vom Chor des MGH, Regisseur Markus Schuliers, Autor Volker Werner, Annemarie Götz von den „Fröhlichen Musikanten“ der AWO und Roswitha Porwol, Chefin des Tanzstudios Porwol (v.l.n.r.). Foto: Wolfgang Gorsboth

21.09.2016

Der Irrsinn des Menschen bedroht den blauen Planeten

„Eine-Welt-Revue“ zum Jahr der Lutherdekade

Wittenberg (wg). Für die Zukunft der Menschheit existenzielle Bedrohungsszenarien stehen im Mittelpunkt der „Eine-Welt-Revue“, die am Freitag, dem 30. September, Premiere in der Phönix Theaterwelt Wittenberg hat. Die Gemeinschaftsproduktion orientiert sich in ihrer Thematik zum einen an das Lutherdekadenjahr, zum anderen an die Vorgängerproduktion von 2014 „Von Wittenberg nach Woodstock“.

Damals wie heute werden mehr als 120 Mitwirkende von acht bis 80 Jahren auf der Bühne stehen, das Buch stammt aus der Feder von Volker Werner, die Gesamtregie hat Markus Schuliers, Chef des Theaterjugendclubs (TJC) Chamäleon. „Wir wollen mit Blick auf 2017 die Kulturschaffenden in den Vereinen in Stadt und Kreis zusammenbringen, um zu zeigen, dass wir uns nicht nur von außen bespielen und bespaßen lassen, sondern uns selber kreativ einbringen“, betont Schuliers im Gespräch mit der Redaktion des Wittenberger Sonntag, „damit entsprechen wir zudem dem Wunsch des Stadtrates nach einer stärkeren Vernetzung der Vereine.“

 Fünf Themen widmen sich globalen und allzu häufig verkannten Gefährdungen. Im Gegensatz zu Luthers Zeit, als es „nur“ um die Missstände in der Kirche und mithin um Europa ging, ist jetzt die Welt als Ganzes bedroht. Aufgegriffen werden in der Revue der Nord-Süd-Konflikt als Erbe des Kolonialismus, die größtenteils vom Menschen selbst verursachten Umweltkatastrophen, religiöser Fanatismus sowie die „Digitale Revolution“, die in Zukunft aufgrund der unkontrollierbaren Datenspeicherung Würde und Freiheit des Individuums bedrohen könnte.

Die Macher der Revue versprechen ein unterhaltsames, aber zugleich auch kritisches und anspruchsvolles Stück. Um die verschiedenen Themen unter einen Hut zu bringen, hat Autor Werner mit theatralischen Mitteln einen roten Faden entwickelt: die Odyssee eines kleinen Jungen, den Regisseur Schuliers zwischen dem „Kleinen Prinzen“ und der cineastischen Figur eines „Forrest Gump“ verortet. Auf der Suche nach seinen Eltern stolpert der Junge von einem Katastrophenszenario in das nächste und wundert sich dabei über die allerorts anzutreffende und stets mit pathetischer Selbstgewissheit vorgetragene Dummheit der angeblich so klugen Erwachsenen.

„Natürlich wird es neben der Beschwörung all dieser drohenden Gefahren in der Revue auch genügend Raum geben, um die Schönheit unseres blauen Planeten gebührend zu würdigen“, versichern Autor und Regisseur, „so wie es für den Jungen auf seiner Odyssee auch ein Happy End geben wird.“ Treffen wird der Junge auch den Reformator Luther, den – natürlich – kein anderer verkörpern wird als Bernhard Naumann.

Wie schon bei der Vorgänger-Produktion mit dabei ist der Männerchor Borussia, dessen Vorsitzender Günter Ganzert sagt: „Vor ‚Woodstock’ hatten viele Angst davor, auf einer Bühne zu stehen und Theater zu spielen, jetzt freuen sich alle auf das neue Stück.“ Tanzstudio-Chefin Roswitha Porwol findet es spannend, wenn ganz unterschiedliche Generationen und Genres zusammenkommen und Annemarie Götz von den „Fröhlichen Musikanten“ der AWO findet es großartig, wenn sich so viele Wittenberger aktiv einbringen.

 Weitere Mitwirkende sind die Big-Band des Luther-Melanchthon-Gymnasiums sowie Schüler des LMG, der TJC, der Chor des Mehr-Generationen-Hauses „Deutsch-Russische Krähen“ (DRK), die Grundschule Diesterweg, Höfisch Gesang sowie „Salam“ Treffpunkt Wittenberg. Solisten sind Alexandra Herhausen und Clemens Huth (Gesang) sowie Hanna Kristof (Violine).

Hinweis:

Premiere der Eine-Welt-Revue ist am Freitag, dem 30. September, die zweite Vorstellung am 1. Oktober in der Phönix Theaterwelt, Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Die Produktion ist Teil der „Interkulturellen Wochen“. Der Eintritt beträgt 15 Euro, ermäßigt acht Euro.




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