Im Anhaltischen Theater Dessau: Operndirektor Felix Losert, Ballettdirektor Tomasz Kajdanski, Generalmusikdirektor und Chefdirigent Markus L. Frank, Schauspieldirektorin Almut Fischer und Generalintendant Johannes Weigand (v.l.n.r.). Foto: Claudia Heysel

Im Anhaltischen Theater Dessau: Operndirektor Felix Losert, Ballettdirektor Tomasz Kajdanski, Generalmusikdirektor und Chefdirigent Markus L. Frank, Schauspieldirektorin Almut Fischer und Generalintendant Johannes Weigand (v.l.n.r.). Foto: Claudia Heysel

04.09.2016

Frank ist neuer Generalmusikdirektor, Fischer neue Schauspieldirektorin

Die Theater- und Konzertsaison in Dessau beginnt

Dessau (wg). In den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Ballett und Puppentheater verspricht das Anhaltische Theater für die Saison 2016/17 mit 23 Neuproduktionen ein großes Programm und bereitet sich auf zahlreiche spartenübergreifende Neuinszenierungen und spannende Kooperationen vor. In den Ensembles gab es einige personelle Wechsel und Neuzugänge, das Publikum darf sich auf neue Gesichter freuen. Die Geschäftsstelle des Wittenberger Sonntag hat den Kartenvorverkauf übernommen.

Die 222. Spielzeit wird ganz im Zeichen des Orchesterjubiläums stehen: Die Anhaltische Philharmonie Dessau, eines der ältesten und traditionsreichsten Orchester Sachsen-Anhalts, feiert 2016 ihr 250-jähriges Bestehen. Pünktlich zum Jubiläum hat das Orchester wieder eine komplette Leitungsspitze: Neuer Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Anhaltischen Philharmonie ist Markus L. Frank, der bereits von 2003 bis 2008 Kapellmeister in Dessau war. Zeitgleich tritt die Griechin Elisa Gogou das Amt der ersten Kapellmeisterin an.

Die Konzertsaison zum Orchesterjubiläum wird mit einem großen Festkonzert am 10. September 2016 sowie der Präsentation einer Festschrift eröffnet. Als Dirigent konnte Bertrand de Billy verpflichtet werden. Die acht Sinfoniekonzerte der Philharmonie werden sich thematisch seinem 250-jährigen Jubiläum widmen: In jeden Konzert wird entweder ein Werk eines ehemaligen Hofkapellmeisters bzw. Generalmusikdirektors erklingen oder ein anderes Werk, das in enger Beziehung zur Geschichte der Anhaltischen Philharmonie steht.

Darüber hinaus wird die Konzertsaison von bekannten und neuen Kooperationen bereichert, unter anderem ist im November das „IMPULS-Festival für Neue Musik in Sachsen-Anhalt“ auch zu Gast in Dessau, als großes Abschlusskonzert erklingt Benjamin Brittens „War Requiem“. In einer erstmaligen Kooperation wird das Konzert von Künstlern des Anhaltischen Theaters gemeinsam mit dem Opernchor des Theaters Magdeburg und der Magdeburger Singakademie präsentiert.

Zum Dessauer „Kurt Weill Fest 2017“ steuert die Philharmonie traditionell ihr fünftes Sinfoniekonzert bei und der „Kirchentag auf dem Weg“ ist im Mai 2017 Anlass für ein Chorkonzert mit Chören der Region.

 Musiktheater

„Der Fliegende Holländer“ eröffnet den Premierenreigen im Großen Haus am 1. Oktober, mit Richard Wagners Oper in einer Inszenierung des international renommierten Opernregisseurs Jakob Peters-Messer setzt das Anhaltische Theater die Dessauer Wagner-Tradition fort. Der Hamburger Bass Michael Tews und der US-amerikanische Tenor Ray M. Wade geben in dieser Inszenierung ihren Einstand als Neuzugänge.

Die Märchenoper schlechthin ist „Hänsel und Gretel“ (Premiere: 5. November) von Engelbert Humperdinck. In Dessau wird die Oper in der Regie des Generalintendanten Johannes Weigand ein Abend für die ganze Familie – mit Cosima Wagners originalem Dessauer Schluss.

Unter dem Titel „Walk of Fame!“ steht eine unterhaltsame Revue mit bekannten Melodien aus der Welt des Musicals und des Films, die Silvester-Abend Premiere hat. Mit „Lady Hamilton“ schuf Eduard Künneke eine charmant-beschwingte Operette über eine der berühmtesten und umstrittensten Frauengestalten der Goethezeit, Premiere ist am 27. Januar 2017.

Weitere Produktionen im Musiktheater sind „Cavalleria rusticana“/„A Santa Lucia“ von Pietro Mascagni/PierantonioTasca (1. April), „Samson et Dalila“ – mit dem Meisterwerk Camille Saint-Saens in konzertanter Aufführung setzt Dessau am 3. Juni die Reihe französischer Opern der Romantik fort sowie die skurrile Kammeroper „Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte“, Premiere ist am 13. Mai im Studio des Alten Theaters.

Schauspiel

Die Sparte Schauspiel hat ab der Spielzeit 2016/17 mit Almut Fischer eine neue Schauspieldirektorin und leitende Dramaturgin, die für das Ensemble einen Spielplan entwickelt hat, der sich speziell in der Spielstätte Altes Theater mit dem Thema des Fremden beschäftigen und sich diesem aus verschiedenen Richtungen nähern wird.

Den Auftakt macht George Taboris „Mein Kampf“ (8. Oktober), eine Groteske über das Menschsein unter erschwerten Bedingungen. Im November folgt mit „Wir sind keine Barbaren!“ eine Komödie des vielfach preisgekrönten deutschen Dramatikers Philipp Löhle, die sich mit der Angst und gleichzeitigen Faszination am Fremden beschäftigt und süffisant mit Vorurteilen spielt.

Im Anschluss kommt mit Ulrich Hubs „Nathans Kinder“ ein Jugendstück auf die Bühne, das den Bogen zu „Mein Kampf“ schlägt und Lessings Fragen nach Religion, Toleranz und Mitmenschlichkeit unter heutigen Bedingungen befragt. Diese Inszenierung wird im Rahmen des „Kirchentages auf dem Weg“ mehrfach zu sehen sein.

Den Abschluss im Alten Theater macht die szenische Collage „FluchtWege“, bei der Schauspieler auf Dessauer Bürger und Flüchtlinge und ihre Geschichten zum Thema Flucht treffen. Vor dem Hintergrund der Flüchtlingsdebatte geht es in diesem szenischen Abend um die Vielfalt der Gesellschaft und um die Konflikte wie auch Chancen, die daraus erwachsen können.

Für die Bühne im Großen Haus sind drei Inszenierungen in Vorbereitung: „Das Dschungelbuch“ (26. November), „Faust. Der Tragödie erster Teil“ (12. Mai) und für das Kurt Weill Fest 2017 „Die Seeräuber-Jenny“, ein Schauspielabend mit Musik über Lotte Lenya und ihren Ehemann Kurt Weill.




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