13.06.2016

Diesmal schreibt Wolfgang Marchewka einen Klarspaß

Es muss eine Frau werden

Unser Bundespräsident Joachim Gauck hatte seinen Verzicht auf eine zweite Amtszeit noch nicht erklärt, da brachten die allseits bekannten politischen Vielredner bereits die Diskussion um einen Nachfolger in Gang.

Die Schnellsten waren diesmal die Linken, die meinten, es müsse auf jeden Fall ein Kandidat aus dem gemeinsamen Lager rot-rot-grün werden. Qualifikation: Fragezeichen. Die SPD folgte und stellte fest, dass nach Gauck kein Kandidat aus den Reihen der CDU kommen dürfe. Immerhin: Die Genossen wussten erneut, was sie nicht wollten.

Uns vom Team des Wittenberger Sonntag war das von der Politik zur Nachfolgefrage bisher Gebotene zu dünn und daher setzten wir uns zusammen - nicht um nach politischen Farben zu schielen, sondern als erstes ein Anforderungsprofil zu erstellen. Und so sieht das Ergebnis unseres gemeinsamen Nachdenkens aus:

Punkt 1: Nachdem die bisherigen Bundespräsidenten allesamt Männer waren, wird es höchste Zeit für eine Frau.

Punkt 2: Die guten Erfahrungen mit Gauck bringen uns zu der Überzeugung, die Kandidatin sollte parteilos sein – und damit sind bei uns alle möglichen Namen, die bisher öffentlich diskutiert wurden, bereits durchgefallen.

Punkt 3: Es kann nicht schaden, wenn die künftige Bundespräsidentin eine Frau mit Migrationshintergrund ist – das wäre ein deutlicher Hinweis, das moderne Deutschland ist multikulturell aufgestellt.

Punkt 4: Nach Gauck sollte die künftige Bundespräsidentin so jung sein, dass sie im Bedarfsfall für zwei Amtsperioden zur Verfügung stehen kann.

Punkt 5: Da uns internationale Experten immer wieder bestätigen, dem modernen Deutschland geht es gut und die Perspektiven für unser Land sehen ebenfalls gut aus, muss die künftige Bundespräsidentin dem entsprechen: Ihr sollte es so gut gehen, dass sie finanziell nicht auf dieses Amt angewiesen ist, und ganz selbstverständlich hat eine Frau gut auszusehen.

Punkt 6: Da die künftige Bundespräsidentin unser Land auf der ganzen Welt repräsentieren muss, sollte sie mit möglichst vielen Talenten gesegnet sein. Es wäre doch als Beispiel toll, wenn sich die moderne Bundespräsidentin im Ausland für eine ihr zur Begrüßung dargebotene landestypische Tanzvorführung ebenfalls mit einem Tanz bedanken könnte – die Bilder gingen um die Welt.

Punkt 7: Weil die moderne Gesellschaft immer nach neuen Rekorden giert, wird es höchste Zeit, den Uralt-Rekord des ehemaligen Bundesaußenministers Hans-Dietrich Genscher anzugreifen: Der Mann war bekanntlich so viel mit dem Flugzeug unterwegs gewesen, dass er eines schönen Tages über den Wolken fliegend sich selbst begegnet sein soll. Natürlich ist diese Leistung nur schwer zu toppen – und so breitete sich in unserer Diskussionsrunde ein lang anhaltendes Schweigen aus, als die Frage aufkam, welche Frau dieses anspruchsvolle Anforderungsprofil erfüllen könnte.

Schließlich fiel bei einem der Groschen: Wenn sie Atemlos durch die Nacht kann, dann müsste sie auch Atemlos um die Welt können. Einen Moment lang herrschte in der Geschäftsstelle des Wittenberger Sonntag atemlose Stille, dann brach Jubel aus : Helene Fischer ist nominiert!




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