Die Röcke fliegen und auch die Haare: So schwungvoll geht es bei der "Jukebox" im Clack Theater zu. Hier wirbeln die Gastkünstler Michael Heller und Simone Geyer durch Ellens Café. Foto: Wolfgang Marchewka

Die Röcke fliegen und auch die Haare: So schwungvoll geht es bei der "Jukebox" im Clack Theater zu. Hier wirbeln die Gastkünstler Michael Heller und Simone Geyer durch Ellens Café.
Foto: Wolfgang Marchewka

17.04.2016

„Jukebox“-Premiere im Clack Theater: Ein neuer Hit für Wittenberg

Wie ein Mauerblümchen zum schönen Schwan wird...

Wittenberg (wm). Wikipedia weiß es ganz genau: „Eine Jukebox ist ein Automat, der durch den Einwurf von Münzen (früher ein oder zwei Groschen) Musik abspielt. Der Begriff Jukebox kommt aus dem kreolischen Sprachraum und leitet sich von „jook“ bzw. „juke“ ab, das humorvoll obszöne Musik, Tanz oder Sprache bezeichnet.“

Nun, im Clack Theater spielt kein Automat die Musik, da sind sehr lebendige Typen am Werk, und es geht auch nicht nur um die Musik der heute wieder aktuellen 50er und 60er Jahre, sondern unter der Regie von Clara Widmer wird auch eine herzige Geschichte erzählt. Insofern ist die Ankündigung des Clack Theaters, die Wittenberger Jukebox läuft unter der Dachzeile „’Ne Schüssel Buntes“, eine künstlerische Untertreibung.

Denn die „Wilden 50er“, mit denen sich das Clack zum ersten Mal befasst, spielen in Ellens Café, geleitet von Barbara Schüler. Dort poliert ein ganz schüchterner Typ (Mario Welker) die Gläser und träumt dabei von einem ebenfalls schüchternen Mauerblümchen (Gastkünstlerin Simone Geyer, Österreich/Berlin). Die aber hat für den „unterentwickelten Geschirrspüler“ kein Auge, sondern schwärmt für den „coolen Typen mit der tollen Tolle“ (Gastkünstler Michael Heller, Berlin). Doch weil diesem fast die gesamten Damenwelt zu Füßen liegt, winkt er nur müde grinsend ab: kein Interesse.

Tja, das richtige Leben war schon damals, in den 50er Jahren, voller Schicksale, und so nimmt das Drama seinen Lauf: Animiert, sich für einen Maskenball zu kostümieren, wird aus dem unscheinbaren Mauerblümchen plötzlich ein strahlend schöner Schwan, der seine Umwelt zu Bewunderern macht, die nur noch „atemlos“ staunen können. Da bahnt sich ein Happy End an…

Die Geschichte wird mit tollen Rock’n’Roll-Hits, berühmten Musical-Songs und ewig junger Schlager-Musik erzählt und getanzt. Und weil diese „Jukebox“ als Travesty-Comedy-Musicalshow angekündigt worden ist, kommt natürlich Stefan Schneegaß nicht nur als „Sweety“ zur Geltung, sondern ebenso wie Barbara Schüler auch als uralte Frau, die sich von der Bühne verabschieden muss, weil im Altersheim die Ü90-Party läuft…

Aber zuvor sorgen die alten Damen namens Frau Stiebel und Frau Tübcke für rotzfreche Aufklärung in Sachen Natur: „Weißt du wie es ist, wenn man ohne Zähne küsst?“ Und ein Beispiel aus dem Sweety-Solo am Ende der Show über Helene Fischer: “Wenn die anfängt zu singen, stranden die Wale.“ Und schließlich: „Es wird Frühling, denn der Auswurf wird grün.“

Die Jukebox startete als Doppelpremiere. Bei der ersten wurden aus dem Publikum Blumen auf die Bühne geworfen, nach der zweiten gab es für das Ensemble Standing Ovations. Und eine Meinung aus dem dankbaren Publikum: "Das war so schön, das muss ich mir noch einmal anschauen!“

Hinweis:

Die nächste „Jukebox“ wird am Mittwoch, dem 27. April, um 19:30 Uhr im Clack Theater angestellt. Dann spielt ein für Wittenberg neuer Musical-Gaststar den coolen Typ mit der tollen Tolle: der Hamburger Gerrit Hericks, der in diesem Sommer für 25 Vorstellungen des Andrew Lloyd Webber-Musicals „Sunset Boulevard“ bei den Ettlinger Schlossfestspielen engagiert worden ist. Die Verpflichtung gelang auf Vermittlung von Michael Heller, dem es bei der Premiere im Clack Theater so gut gefallen hat, dass er wiederkommen möchte: Für die beiden Jukebox-Vorstellungen am 20. und 21. Mai hat er bereits zugesagt.




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