19.03.2018

Wittenberger Sonntag liest die Berliner Morgenpost

Zweifel am BER werden größer

Berlin (ots) - So klar hat es noch keiner gesagt, schon gar kein Topmanager. Der Lufthansa-Vorstand Thorsten Dirks tat es. Er sagte, wie am Wochenende bekannt wurde, auf einer Veranstaltung vor Managern am Tegernsee über das Hauptterminal am BER: "Meine Prognose ist: Das Ding wird abgerissen und neu gebaut." Kein Wunder, dass diese Äußerung für mächtig Wirbel und natürlich für politischen Ärger in Berlin sorgte. Angesichts der vielen Probleme am BER wird solch eine Äußerung inzwischen nämlich nicht mehr als Fantasterei abgetan.

Zum einen ist der BER auch sechs Jahre nach dem geplanten Eröffnungstermin noch immer nicht in Betrieb. Da ist man gewillt, dem Lufthansa-Manager zu glauben. Hat er nicht mehr Insiderwissen als wir? Zum anderen ist es kaum noch nachvollziehbar, warum die technischen Probleme am BER immer noch nicht gelöst sind, warum mit Kabeln, Sprinkleranlagen und Umbauten im Hauptterminal noch so viel zu tun ist, dass die Flughafengesellschaft Zeit bis Ende 2020 braucht, um den BER in Betrieb nehmen zu können. 

Und schließlich hört man schon wieder aus allen Richtungen, von Mitgliedern der Landesregierung und von Oppositionspolitikern, dass auch der angepeilte Eröffnungstermin im Herbst 2020 wackelt, dass die technischen Probleme weitaus größer sind als öffentlich dargestellt. Wundert sich da wirklich noch jemand, wenn jetzt, im Jahr sechs nach der geplanten BER-Eröffnung über einen Abriss spekuliert wird? 

Der Berliner Senat und der Flughafen reagierten erwartungsgemäß empört und betonten, das BER-Terminal werde selbstverständlich fertig gebaut. Die Lufthansa relativierte die Äußerung und erklärte, Dirks habe "zugespitzt" formuliert, um auf das Ausmaß der Probleme am BER hinzuweisen. Das ist ihm gelungen - und die Zweifel am BER werden größer.




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