13.02.2018

Wittenberger Sonntag liest die Westfalenpost

Terrorismus in der EU: Brüssel kann die Sinne schärfen

Hagen (ots) - Wir sollten nicht zu viel erwarten von der Europäischen Union, wenn es um die Terrorabwehr geht: Brüssel ist in vielen Fragen nämlich gar nicht zuständig. Trotzdem kann es nicht schaden, wenn schlaue Menschen länderübergreifend die Köpfe zusammenstecken, um das Leben der Bürger sicherer zu machen. Vor allem von sogenannten Lowtech-Anschlägen, etwa mit Fahrzeugen oder mit Messern, dürften in Zukunft immer größere Gefahren ausgehen. 

Wir können uns nicht alle einmauern. Um so wichtiger ist es, schon bei der Planung von Gebäuden, der Infrastruktur und ganzen Städten frühzeitig alle Sicherheitsaspekte angemessen zu berücksichtigen. Das wird Geld kosten - und sicher auch nicht immer schön aussehen. Aber es muss sein. 

Umsetzen müssen die Maßnahmen allerdings die Länder und die Kommunen. Brüssel kann nur ihre Sinne schärfen sowie ihre Planungen vernetzen und mit Fachwissen unterstützen. Entscheidend ist die innere Haltung vor Ort. Wer hofft, er bleibe verschont, lebt gefährlich. Der nächste Anschlag kommt bestimmt. Und: Er kann jeden treffen.




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