12.02.2018

Wittenberger Sonntag liest die Allgemeine Zeitung Mainz

Die SPD muss die Nerven behalten

Mainz (ots) - Nichts gegen kleine oder große Schwestern. Sie können helfen, menschlich, medizinisch oder finanziell. Eines aber dürfen sie, sollten sie zufällig die Schwester eines angeblichen Spitzenpolitikers sein, nie, nicht mal unter Todesgefahr: Interviews geben und den Bruder verteidigen wollen, so, wie es Doris Harst, Schwester von Martin Schulz, getan hat. Es war sicher gut gemeint, bringt ihn jedoch der Gefahr, lächerlich zu werden, nur noch ein Stück näher. 

Man stelle sich vor, Roswitha, Ehefrau von Kurt Beck, hätte 2008, als die Genossinnen und Genossen ihren Mann kippten, in einer berühmten deutschen Sonntagszeitung lamentiert! 

Eines allerdings darf man der Familie Schulz/Harst zugute halten: Sie haben es wenigstens nicht wie Sigmar Gabriel gemacht. Der behauptete, seine kleine Tochter Marie habe über Schulz als den "Mann mit den Haaren im Gesicht" hergezogen. Eigentlich ein Fall für den Kinderschutzbund. Vielleicht rächt sich Marie später und wird Kanzlerin - für die CDU. 

Falls Schulz nun abrupt die Brocken hinwirft und schon am Dienstag geht, mögen das viele als feige empfinden - aber faktisch ist es wohl das Beste, was er derzeit tun kann. Umso mehr muss man/frau in der SPD jetzt die Nerven behalten. Dafür ist Andrea Nahles in jedem Fall die Richtige. Ob sie auch endgültig Chefin werden soll, wofür vieles spricht, dazu mag die Partei, wenn's der Wahrheitsfindung und dem Frieden dient, eine - weitere - Mitgliederbefragung durchführen. 

Das Ganze ist im Übrigen keine Privatangelegenheit der SPD. Die Partei wird, auch wenn sie derzeit einem Chaoshaufen gleicht, gebraucht in Deutschland.




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