Bild: Ein Aquarell von Erich Viehweger ohne Titel. Foto: Veranstalter

Bild: Ein Aquarell von Erich Viehweger ohne Titel. Foto: Veranstalter

10.02.2018

Ausstellungseröffnung als Highlight im Schloss Pretzsch

Retrospektive zum Schaffen des Malers Erich Viehweger

Bad Schmiedeberg/Pretzsch (WiSo). Im Schlossfoyer Pretzsch wird am Samstag, dem 17. Februar 2018 um 17 Uhr eine neue Ausstellung eröffnet. In der Retrospektive zum Schaffen des Malers Erich Viehweger (1907-1992) ist bis zum 1. Mai 2018 eine breite Werkauswahl aus dem persönlichen Nachlass zu sehen, die seinen Lebensweg im Kontext mit dem vielfältigen künstlerischen Wirken nachzeichnen. 

Viehweger ist einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts für die Region Wittenberg. Er hinterließ hier als Bühnenbildner, Theatermaler und Porträtist historischer Wahrzeichen beeindruckende Spuren. Interessenten sind zur Ausstellungseröffnung herzlich willkommen. 

Zum Auftakt sprechen Dr. Wolfram Flämig, Vorsitzender des Pretzscher Heimat- und Kulturvereins „Eberhardine“, und Gabriele Viehweger als Tochter des Künstlers. Die Einführung in die Ausstellung übernimmt Janine Schöne, Kulturprojektmanagerin am Schloss Pretzsch und Kuratorin der Schau. 

Im Anschluss hält die Kunsthistorikerin Dr. Christine Hübner von der Universität Göttingen ab 18:30 Uhr einen wissenschaftlichen Vortrag zur Bühnen- und Theatermalerei.  

Begleitet wird die Exposition von zwei weiteren Veranstaltungen: Am 17. März findet ab 10:00 Uhr erstmals ein Workshop für Kinder ab fünf Jahren statt, in dem die Gemälde der Ausstellung begutachtet und anschließend kreativ reflektiert werden. Jugendliche und Erwachsene können am 6. April um 14:00 Uhr an einem geführten Rundgang durch die Ausstellung teilnehmen. 

„Vor dem Frühstück noch ein Bild“ - das war in den späteren Jahren das Motto des Künstlers Erich Viehweger. Die Retrospektive im Schloss Pretzsch zeichnet nicht nur sein  abwechslungsreiches Wirken anhand seiner Lebensstationen nach, sondern öffnet zudem den Blick auf die breite Palette stilistischer und technischer Fertigkeiten des langjährigen Bühnenbildners. 

Erich Viehweger stammte ursprünglich aus Bremerhaven und erlernte dort den Beruf des Dekorationsmalers. In den 1920er Jahren besuchte er die staatliche Kunstschule in Berlin-Charlottenburg und erhielt im Anschluss erste Engagements als Theatermaler in Berlin. Zur Zeit des Nationalsozialismus dokumentierte er als Soldat der Wehrmacht Landschaften und Städte, ohne dabei jedoch das Kriegsgeschehen abzubilden. Nach Kriegsende zog Viehweger nach Wartenburg - in den Heimatort seiner Frau. Nur wenige Jahre später erhielt er erste Aufträge am städtischen Theater in Wittenberg und wurde dort für 20 Jahre Ausstattungsleiter. Bekannt ist er außerdem durch seine zahlreichen Grafiken, in denen er historische Wahrzeichen der Region wie das Pretzscher Schloss oder das Lutherhaus abbildet. Seinen Ruhestand ab den 1970er Jahren nimmt Viehweger nicht wörtlich, denn er malt und zeichnet täglich. In seinem Spätwerk verlässt er die gewohnten Bahnen des Dokumentarischen und begibt sich auf eine spannende Reise der Farb- und Formenexperimente. 

Hinweis: 

Die Ausstellung „Erich Viehweger. Retrospektive“ ist bis zum 1. Mai 2018 täglich zu den Öffnungszeiten des Salus-Kinder- und Jugendheims sowie des Schlosscafés „Eberhardine“ geöffnet. Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr; Samstag und Sonntag im Februar und März von 11:30 Uhr bis 17:00 Uhr sowie Samstag und Sonntag im April von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr. 

Anmeldungen und Informationen zu den Veranstaltungen sind telefonisch unter 034926-5630 oder per Email an erwünscht.




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