Heinz Wehmeiers Besuch in Belarus stand ganz im Zeichen des Weihnachtsfestes. Foto: privat

Heinz Wehmeiers Besuch in Belarus stand ganz im Zeichen des Weihnachtsfestes. Foto: privat

24.01.2018

Wittenberg und Mogiljow bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus

Heinz Wehmeier: Das neue Kooperationsprotokoll liegt vor

Wittenberg (wg). Mit einem umfangreichen Protokoll ist Heinz Wehmeier, Projektleiter der Deutsch-Russländischen Gesellschaft (DRG), aus Weißrussland zurückgekehrt, dort hat er mit den Partnern in Mogiljow die Vorhaben für 2018 vereinbart, außerdem gab es Besuche in Mozyr und Minsk. Sowohl Oberbürgermeister Torsten Zugehör als auch sein Mogiljower Amtskollege Wladimir Zumarew werden das Dokument unterzeichnen. 

 „Seit dem Besuch von Bundesaußenminister Siegmar Gabriel im November 2017 beim weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko, ist das Ansehen von Belarus gestiegen, die EU hat ein Interesse daran, dass das Land eine Brückenfunktion zwischen der EU und der Eurasischen Wirtschaftsunion wahrnimmt“, erklärt Wehmeier im Gespräch mit dem Wittenberger Sonntag. Die Kontakte zu Weißrussland seien mit Blick auf die anhaltende Ukraine-Krise von besonderer Bedeutung, zumal Lukaschenko Minsk als Ort für Gespräche etabliert habe, um zwischen der ukrainischen Regierung und den Separatisten zu vermitteln. 

Höhepunkt ist die zehnte Deutsch-Belarussische Städtepartnerschafts-Konferenz, die vom 12. bis 15. April erstmals in Wittenberg stattfindet, circa 120 Teilnehmer aus 20 Städten werden erwartet. „Dass wir den Zuschlag bekommen haben, ist eine Anerkennung der von der DRG geleisteten Arbeit“, betont Wehmeier und verweist auf Anja Luther, Ständige Vertreterin des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Minsk, die vor allem den Jugendaustausch und die gute Vernetzung der DRG lobt. Dieser Austausch fördere das Verständnis füreinander, Toleranz und Aufgeschlossenheit. 

Zur Vorbereitung der Städtepartnerschafts-Konferenz hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, der Friedrich Kramer, Direktor der Evangelischen Akademie, Joachim Richter, Vorsitzender des Städtepartnerschaftsbeirates, Vertreter der Stadt, der Stadtwerke, der Botschaften sowie des Bundesverbandes Deutscher West-Ost-Gesellschaften angehören. Die Konferenz steht unter dem Motto „Mit Geist zu unseren Quellen – Wir sind zum wechselseitigen Gespräch geboren.“ 

Auftakt der Konferenz ist am 12. April in Berlin, wo ein Besuch des Deutschen Bundestages sowie ein Treffen mit der deutsch-belarussischen Parlamentariergruppe vorgesehen sind, abends geht es nach Wittenberg. Fünf thematische Arbeitsgruppen wird es geben: Wirtschaft und Investitionen als Elemente der Zusammenarbeit; Vielfalt und Teilhabe in Städten für alle; Jugend gestaltet Städtepartnerschaften; historisches Erbe und Kultur verbindet; Kirche in der Kommune. Entsprechend wurden die Exkursionsziele ausgewählt: Stadtwerke, Augustinuswerk, Cranach-Gymnasium, Cranach-Haus und Malschule sowie Stadt- und Schlosskirche. Die Konferenz soll mit einer gemeinsamen Erklärung beendet werden. 

 26. Jugendfahrt nach Mogiljow und Mozyr

Von 22. bis 29. Mai führt die 26. Jugendfahrt nach Mogiljow und Mozyr, Ziel ist unter anderem das Elisabeth-Kloster in der weißrussischen Hauptstadt, das 1999 auf dem Areal einer Nervenheilanstalt gegründet wurde. Patronin ist die 1992 unter die heiligen Märtyrer der Russisch-Orthodoxen Kirche aufgenommene Großfürstin Elisabeth, die als Angehörige der Zarenfamilie 1918 ermordet wurde. Nachdem ihr Mann Sergej Alexandrowitsch Romanow 1905 bei einem Attentat getötet wurde, widmete sie sich als „als weißer Engel von Moskau“ ganz der Fürsorge für die Armen und Kranken. 

„In kürzester Zeit haben die Schwestern ein großes Sozialwerk mit 33 Werkstätten und einem großen Bauernhof aufgebaut“, sagt Wehmeier. Betreut werden vor allem psychisch Kranke, geistig und körperlich Behinderte, ehemalige Häftlinge sowie alkoholabhängige Obdachlose.

Vom 28. April bis 7. Mai treffen sich Kinder und Jugendliche aus Kaliningrad, Mogiljow, Bulgarien und Wittenberg zum 26. Internationalen Geschichts- und Musikworkshop in der Lutherstadt mit öffentlichen Konzerten im Festsaal des Eisenmoorbades, in der Sparkasse Wittenberg und an der Kühlsoer Mühle. Parallel wird der Internationale Malworkshop im Cranach-Hof durchgeführt. Im Oktober kommen dann noch einmal Jugendliche aus Mozyr zum Internationalen Tanzworkshop in Wittenberg. 

„Fortgesetzt werden die Kooperationen in der Kommunalwirtschaft und der Medizin“, kündigt Wehmeier an, „ebenso die Projekte im Agrartourismus, die in diesem Jahr unter dem Motto ‚Leben spendende Quellen’ stehen.“ Zum Stadtfest in Mogiljow gibt es vom 28. Juni bis 3. Juli eine Bürgerreise, jeder Interessent kann mitfahren, die Wittenberger nehmen am Festumzug teil. Noch einige freie Plätze stehen für die Reise nach Nordostpreußen vom 28. Juli bis 5. August zur Verfügung. 

Außerdem gibt es wieder einen „Russischen Musiksommer“ mit jungen Virtuosen aus Minsk und Mogiljow, Konzerte des Moskauer Männerchors „Heiliger Wladimir“ und Russisches Staatsballett in der Phönix Theaterwelt Wittenberg. 

Hinweis:

Am 28. März findet um 18 Uhr eine Mitgliederversammlung der DRG im Malsaal des Cranach-Hauses statt, anschließend gibt Prof. Michael Legotsky ein Klavierkonzert. Wer an der Bürgerfahrt nach Mogiljow teilnehmen möchte, meldet sich bei der DRG, Markt 4, Tel.: 03491/40 63 18, E-Mail:




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