Tim Gräbitz leitet seit dem 1. August 2017 die Wohngeldstelle der Stadt Wittenberg, der 27-jährige Verwaltungsfachwirt war zuvor für die Betreuung der Azubis und die Personalkostenplanung zuständig. Foto: Wolfgang Gorsboth

Tim Gräbitz leitet seit dem 1. August 2017 die Wohngeldstelle der Stadt Wittenberg, der 27-jährige Verwaltungsfachwirt war zuvor für die Betreuung der Azubis und die Personalkostenplanung zuständig. Foto: Wolfgang Gorsboth

12.01.2018

Wohngeldstelle der Stadt berät, ob Anspruch auf Leistungen besteht

Das Wohngeld ist kein Almosen des Staates

Wittenberg (wg). Wohngeld ist kein Almosen des Staates, wer zum Kreis der Berechtigten gehört, hat darauf einen Rechtsanspruch. Wohngeld wird als Mietzuschuss für Mieter und als Lastenzuschuss für selbstnutzende Eigentümer gewährt. Die Wohngeldstelle der Stadt Wittenberg, die seit dem 1. August 2017 von Tim Gräbitz geleitet wird, hat 2017 knapp 665.000 Euro Wohngeld (Bund und Land je zur Hälfte) ausgezahlt. 

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erhielten im Oktober 2017 rund 630.000 Haushalte in Deutschland Wohngeld, dies entspricht einer Quote von 1,5 Prozent aller Haushalte. In Wittenberg wurden im Dezember 2017 insgesamt 554 Haushalte mit Wohngeld unterstützt bei circa 23.000 Haushalten, dies entspricht einer Quote von 1,8 Prozent.

Grundsätzlich nicht antragsberechtigt sind: Erstens Mitglieder eines Haushaltes, deren Einkommen zu hoch ist. Zweitens Auszubildende und Studenten, weil der Mietzuschuss dort im BaföG bzw. in der Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) mitberücksichtigt ist (Ausnahme: Zweitausbildung bzw. Zweitstudium) und drittens Personen, die weder Mieter noch Eigentümer der Wohnung sind. 

Keinen Anspruch auf Wohngeld haben viertens Empfänger von Transferleistungen wie Arbeitslosengeld I (Hartz IV) und Sozialgeld nach SGB II, Grundsicherung im Alter und Hilfe zum Lebensunterhalt, weil die Wohnkosten in der Regel in den entsprechenden Leistungen als Kosten der Unterkunft (KdU) enthalten sind. Wohngeld hat Vorrang vor Grundsicherung, das heißt, in diesem Fall reichen das eigene Einkommen und das Wohngeld, um eine Bedürftigkeit abzuwenden. 

Mit 70,22 Prozent (389 Personen) stellen die Rentner und Pensionäre in Wittenberg die größte Gruppe der Wohngeldbezieher, gefolgt von Angestellten (16,06 Prozent), Arbeitern (4,51 Prozent) und Arbeitslosen (4,14 Prozent). Bezogen auf die Haushaltsgröße bilden Alleinstehende (76,53 Prozent) die größte Gruppe.

Die sechs SachbearbeiterInnen der Wohngeldstelle arbeiten eng mit dem Bürgerbüro zusammen, dessen MitarbeiterInnen Erstanträge und Unterlagen entgegen nehmen. Regelmäßig werden Datenabgleiche durchgeführt, um zu überprüfen, ob die in den Anträgen gemachten Angaben den Tatsachen entsprechen. Wohngeld wird in der Regel für ein Jahr bewilligt, und zwar an dem 1. des Monats, in dem der Wohngeldantrag gestellt wurde. 

Hinweis:

Die gesetzlichen Bestimmungen für das Wohngeld sind nicht immer einfach und verständlich. Wer sich nicht sicher ist, ob er zu dem berechtigten Personenkreis gehört, kann sich in der Wohngeldstelle nach terminlicher Voranmeldung (Tel.: 03491/421918 15, E-Mail: Wohngeldbehö ) beraten lassen. Neben den gesetzlichen Voraussetzungen sind weitere Faktoren entscheidend wie die Höhe der Miete bzw. der Belastung, die Höhe des Einkommens sowie die Anzahl der in der Wohnung lebenden Familienmitglieder.




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