Ehrung verdienter Bürgerinnen und Bürger: OB Torsten Zugehör, Ingrid und Johann Dorschner, Petra Schütze, Ulrich Schneider und Hartwig Bodmann, Jutta Brinkmann sowie Bürgermeister Jochen Kirchner (v.l.n.r.). Foto: Oleg Alimov

Ehrung verdienter Bürgerinnen und Bürger: OB Torsten Zugehör, Ingrid und Johann Dorschner, Petra Schütze, Ulrich Schneider und Hartwig Bodmann, Jutta Brinkmann sowie Bürgermeister Jochen Kirchner (v.l.n.r.). Foto: Oleg Alimov

06.01.2018

Sonderpreis für den Verein Reformationsjubiläum 2017

Stadt Wittenberg ehrt Bürger mit dem Lucas-Cranach-Preis 2018

Wittenberg (wg). Wenn die Stadt Wittenberg zum Neujahrsempfang lädt, dann ist das keine Selbstabfeierei geladener Gäste, sondern eine offene Veranstaltung, an der die Bürger der Stadt teilnehmen, so sie eine der begehrten Karten ergattern konnten. Seit 2016 vergibt die Stadt im Rahmen des Empfangs den Lucas-Cranach-Preis, um Bürger, die sich um die Stadt verdient gemacht haben, zu ehren, 2018 erstmals zusätzlich einen Sonderpreis. 

Insgesamt standen 17 Kandidaten zur Auswahl, die von Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern der Stadtgesellschaft vorgeschlagen worden waren, die Entscheidung oblag dem Stadtrat. „Der Preis ist in der Bürgerschaft angekommen, alle, die vorgeschlagen wurden, hätten ihn verdient“, betonte Oberbürgermeister Torsten Zugehör. Die Auszeichnung umfassteine Urkunde und die kleine silberne Schlange, das Wappentier der Cranachs. 

In der Kategorie „Arbeit im Ehrenamt“ entschieden sich die Stadträte dafür, den „Lucas-Cranach-Preis“ an das Ehepaar Ingrid und Johann Dorschner zu verleihen. Seit 1968 engagiert sich das Ehepaar ehrenamtlich und voller Hingabe für die Versorgung und Betreuung verletzter oder kranker Igel. Bis 2013 betrieben sie über Jahrzehnte die Igelstation am Neumühlenweg. 

Der Verein Igelfreunde Sachsen- Anhalt e.V., den sie 1998 ins Leben gerufen haben, existiert heute noch. Den Vereinsvorsitz hat Johann Dorschner trotz seiner 86 Jahre immer noch inne. Seine Hauptaufgabe sieht das Ehepaar jedoch inzwischen darin, Anleitungen und Informationen an Ratsuchende weiterzugeben. Die Stadt Wittenberg würdigt die zeitaufwendige und selbstlose Hilfe, die das Ehepaar den Tieren seit so langer Zeit widmet. 

In der Kategorie „Impulse für die Stadt“ zeichnete die Stadt Petra Schütze aus, sie organisiert seit 1993 in Eigenregie den Wittenberger Töpfermarkt. Damit trägt sie seit 25 Jahren wesentlich zur kulturellen Bereicherung der Stadt bei, inzwischen gehört der Töpfermarkt zu den „größten und schönsten in Mitteldeutschland“, erklärte der OB, der Markt überzeuge durch „Vielfalt und Konzentration auf das Wesentliche – das Töpferhandwerk.“ Petra Schütze sei es zu verdanken, dass der Wittenberger Töpfermarkt zu einem Alleinstellungsmerkmal der Stadt werden konnte. 

In der Kategorie „Kunst und Kultur“ entschied sich der Stadtrat dafür, den „Lucas-Cranach-Preis“ an Jutta Brinkmann zu übergeben. Seit Gründung der Stiftung Christliche Kunst Wittenberg im Jahr 2001 ist Brinkmann Vorstandsvorsitzende. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass sich die Stiftung in der lokalen, aber auch nationalen und internationalen Museumslandschaft etablieren konnte und sich der Sammlungsbestand verdoppelt hat.

Parallel zur eigenen Ausstellungstätigkeit organisierte die Stiftung unter Verantwortung von Jutta Brinkmann im In- und Ausland zahlreiche vielbeachtete Ausstellungen mit Arbeiten aus dem eigenen Bestand. 2018 wird die Stiftung die Wanderausstellung „Thesen – dänische Gegenwartskünstler im Dialog mit der Reformation“ zeigen. Sie wurde im Rahmen der Reformationsfeierlichkeiten von der Regierung Dänemarks initiiert und steht unter der Schirmherrschaft Ihrer Majestät Königin Margrethe II. 

Außerdem sprachen sich die Stadträte dafür aus, einen Sonderpreis des „Lucas-Cranach-Preises“ an den Verein Reformationsjubiläum 2017 e.V. – in Vertretung der Geschäftsführer Hartwig Bodmann und Ulrich Schneider – zu verleihen. Der r. 2017 hat den Reformationssommer in Wittenberg zu einem einzigartigen Erlebnis werden lassen. Seit Planungsbeginn sorgten die Geschäftsführer für den nötigen Spirit und das damit verbundene Wir-Gefühl bei Bürgern und Mitwirkenden. 

Drei Jahre lang hat der Verein zusammen mit der Projektleitung die „Weltausstellung Reformation“ entwickelt, Wettbewerbe begleitet, Themenwochen geplant, Aussteller gewonnen und kulturelle Highlights konzipiert. Die Wittenberger haben sich zahlreich in Workshops an der Planung „ihrer“ Weltausstellung beteiligt. Und die städtebaulichen Veränderungen der vergangenen zehn Jahre sind unübersehbar: Von Wittenberg geht ein Zeichen des Aufbruchs aus, ein Aufbruch von und durch Menschen aus aller Welt. 

Ehrung für den „Flaschensammler“ 

Mit der „Ehrenurkunde des Oberbürgermeisters der Lutherstadt Wittenberg“ wurde Rainer Kehling geehrt. Viele Wittenberger kennen den Mann, der jeden Tag bei Wind und Wetter mit seinem Handwagen durch die Stadt zieht und nicht nur Flaschen einsammelt und damit seinen Beitrag leistet, die Stadt sauber zu halten.




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