Ministerpräsident Reiner Haseloff (l.), Jens Krause, Vorsitzender der Bürgerstiftung Wittenberg und Anna Krause, die als Mitglied der Stiftung die Bilder für den MP und Stephan Zöllner sponserte. Foto: Wolfgang Gorsboth

Ministerpräsident Reiner Haseloff (l.), Jens Krause, Vorsitzender der Bürgerstiftung Wittenberg und Anna Krause, die als Mitglied der Stiftung die Bilder für den MP und Stephan Zöllner sponserte. Foto: Wolfgang Gorsboth

24.12.2017

Bilder übergeben an MP Haseloff und an den Leiter der Bethel-Begegnungsstätte Stephan Zöllner

Aus 120.000 Briefmarken kunstvolle Collagen gemacht

Wittenberg (wg). Mit der Übergabe zweier Briefmarken-Mosaiken an Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und Stephan Zöllner, Leiter der Bethel-Begegnungsstätte in Wittenberg, fand am Freitag im Foyer der Wohnungsbaugenossenschaft Wittenberg (WBG) das von der Bürgerstiftung initiierte Projekt „Weltbotschaften für Wittenbergbotschaft“ sein Ende. 

Das Material für das Kunstprojekt stammt vorrangig von Wittenbergern, die Marken gespendet haben, darunter viele WBG-Mitglieder. Mit Weltbotschaften sind die Marken, die aus aller Welt stammen, gemeint, mit Wittenbergbotschaft das, was daraus entstanden ist. Kreiert wurden die „Briefmarken-Kunstwerke“ im Sommer 2016 während des Euro-Camps, das ein Jahr vor dem Reformationsjubiläum in Wittenberg stattfand und von der Bürgerstiftung betreut wurde.

Unter anderem waren die zehn jungen Frauen und Männer damit beschäftigt, aus dem Fundus von circa 120.000 Briefmarken großformatige Bilder in Collage-Technik zu schaffen. Diese Briefmarken-Mosaiken waren im Original im Foyer der WBG zu sehen. Die jungen Leute aus verschiedenen europäischen Ländern hatten sich getroffen - zum Kennenlernen und um gemeinsam sinnvolle Arbeit zu verrichten, etwa das Geländer am Schwanenteich zu streichen, einen Bach in Kropstädt zu entkrauten - oder eben die Mosaike zu kleben. Insgesamt sechs sind entstanden, darunter zwei farblich unterschiedliche Lutherrosen, die eine - in Blau und Gelb, passend zu den Farben der Genossenschaft - ersteigerte die WBG, die andere ein Wittenberger Unternehmen. Die restlichen vier Bilder wurden von Sponsoren ersteigert und zum Dank für das Reformationsjubiläum verschenkt: Das Mosaik mit dem Turm der Schlosskirche als Motiv erhielt die Stadt Wittenberg, das Lutherbild bekam Landesbischöfin Ilse Junkermann. 

MP Reiner Haseloff (CDU) hatte bereits frühzeitig Interesse an dem Bild mit dem Wappen von Sachsen-Anhalt angemeldet, es wird seinen würdigen Platz in der Staatskanzlei finden. 

Haseloff lobte die Bürgerstiftung und ihren Vorsitzenden Jens Krause für die originelle Idee, im Zeitalter des elektronischen Postverkehrs dürfe die gute alte Briefmarke nicht zuletzt wegen ihrer interessanten Motive nicht vergessen werden. 

Die zweite Collage zeigt ein Deutschland-Bild mit Bier und Brezel, ein bisschen Klischee muss sein, es wird seinen Platz in der Zentrale der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld finden. „Bethel engagiert sich deutschlandweit und die Begegnungsstätte bleibt noch bis Ende 2019 in Wittenberg präsent“, begründete Jens Krause. 

Auch die Briefmarken, die nach Abschluss des Projektes noch übrig sind, werden Bethel geschenkt, dort sind inzwischen 120 Mitarbeiter mit dem Sammeln, Archivieren und Versenden beschäftigt. „Wir sammeln seit 130 Jahren Briefmarken, weltweit ist ein Netzwerk entstanden“, berichtete Zöllner. 

Bürgerstiftung 

Die Bürgerstiftung existiert seit April 2015 und hat in ihrer kurzen Geschichte schon einiges auf die Beine gestellt. So geht etwa die Sanierung der Stadtkirchenuhr auf ihr Konto und auch die fortschreitende Wiederherstellung des Schwanenteichs als Erholungsort.




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